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Soziale Schere: Zollitsch fordert höhere Besteuerung Vermögender ++ Atom-Endlager: Bau verzögert sich um zwei Jahre ++ Homo-Ehe: Ole von Beust plädiert für rechtliche Gleichstellung

Zollitsch fordert höhere Besteuerung Vermögender

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat dazu aufgerufen, Vermögende stärker zur Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben heranzuziehen. Im Deutschlandfunk beklagte Zollitsch, „dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht“. Dies sei für die Gesellschaft „fast lebensgefährlich“. Er halte daher die Forderung für berechtigt, „dass der, der Vermögen hat, sich beteiligt in der Sorge für die, die weniger haben“, sagte Zollitsch weiter.

Bau verzögert sich um zwei Jahre

Das zentrale Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle, Schacht Konrad in Salzgitter, könnte erst 2021 startbereit sein. Das mit dem Bau beauftragte Unternehmen DBE hat einen erheblichen Mehraufwand für die Sanierung von mindestens einem der beiden alten Schächte des früheren Eisenerzbergwerks festgestellt. Als Verzugszeitraum werden zwei Jahre angegeben. Zur Schachtanlage Konrad soll der Großteil der Abfälle aus deutschen Atomkraftwerken gehen.

Ole von Beust plädiert für rechtliche Gleichstellung

In der Kontroverse um die Homo-Ehe hat Hamburgs Altbürgermeister Ole von Beust (CDU) für die völlige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften plädiert. „Es spricht inhaltlich alles dafür“, sagte Beust dem „Hamburger Abendblatt“. Bedenken konservativer Kreise seiner Partei gegen die Homo-Ehe teile er nicht. „Wer sich langfristig zu einem Partner bekennt, der handelt doch im Grunde konservativ“, sagte er.