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Syrien: Verdreifachung der Flüchtlingszahl erwartet ++ Spanien: Zehntausende demonstrieren gegen Massenarbeitslosigkeit ++ Pakistan: Aufgebrachter Mob stürmt christliches Stadtviertel

Verdreifachung der Flüchtlingszahl erwartet

Die Zahl der Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien könnte sich nach Schätzungen der UN bis zum Jahresende verdreifachen. Ohne eine politische Lösung des zum Bürgerkrieg eskalierten Machtkampfes sei mit einem dramatischen Anstieg zu rechnen, warnte am Sonntag der UN-Hochkommissar António Guterres. Am Mittwoch war in Jordanien der millionste Flüchtling registriert worden. Allein seit dem 1. Januar haben sich den UN zufolge 400.000 Syrer in Sicherheit gebracht. Gut die Hälfte seien Kinder, von denen viele jünger als elf Jahre seien. Seit Beginn der Erhebung gegen Präsident Baschar al-Assad sind Schätzungen der UN zufolge 70.000 Menschen getötet worden.

Zehntausende demonstrieren gegen Massenarbeitslosigkeit

Landesweit sind in Spanien am Sonntag Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Massenarbeitslosigkeit und die Sparpolitik zu protestieren. Der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy warfen die Demonstranten vor, keine Lösung für die Wirtschaftskrise und die Korruptionsskandale zu haben, in die selbst Mitglieder des Königshauses verwickelt sind.

Mehr als 150 Gruppen hatten zu Protestmärschen in Madrid und 60 weiteren Städten aufgerufen. In Spanien ist derzeit bei einer Arbeitslosenquote von 26 Prozent jeder Vierte ohne Job. Vor allem junge, gut ausgebildete Fachkräfte ziehen ins Ausland, um Arbeit zu finden.

Aufgebrachter Mob stürmt christliches Stadtviertel

Nach Blasphemie-Gerüchten hat ein wütender Mob in Pakistan ein christliches Viertel in der Stadt Lahore gestürmt. Rund 3000 aufgebrachte Muslime drangen in die christliche Siedlung Joseph Colony ein, um einen Mann zu suchen, der schlecht über den Propheten Mohammed geredet haben soll. Die Menge randalierte, verprügelte die Anwohner und steckte Häuser in Brand. Anschließend gingen Christen in mehreren pakistanischen Städten auf die Straße, um gegen den gewaltsamen Übergriff zu protestieren. Bei den Ausschreitungen in der christlichen Siedlung flohen Hunderte Anwohner in Todesangst aus ihren Häusern. Auch ein herbeigeeilter christlicher Geistlicher wurde angegriffen. Die Polizei beugte sich dem Druck des Mobs und stellte eine Anzeige wegen Gotteslästerung, obwohl der Beschuldigte nicht aufzufinden war. Die Polizei hält den Mann eigentlich für unschuldig.