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Großbritannien: Anti-Terror-Einheit verhaftet führendes Al-Qaida-Mitglied ++ Kenia: Kenyatta mit Verspätung zum Wahlsieger ernannt ++ Ägypten: Wieder Ausschreitungen von Fußballfans

Anti-Terror-Einheit verhaftet führendes Al-Qaida-Mitglied

Die britische Polizei hat den radikalen muslimischen Prediger Abu Qatada festgenommen. Eine Anti-Terror-Einheit verhaftete den 52-Jährigen in London, weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen hat. Am Montag steht Qatada eine neuerliche Verhandlung über seine Ausweisung nach Jordanien bevor. Großbritannien versucht bereits seit 2001, Abu Qatada nach Jordanien auszuweisen, wo er in Abwesenheit wegen der Planung von Terroranschlägen 1999 und 2000 verurteilt wurde. Ermittler beschreiben ihn als ein führendes Al-Qaida-Mitglied in Europa. Der Prediger wehrt sich unter Berufung auf die Menschenrechte gegen die Ausweisung. Er sei in Jordanien gefoltert worden. Die Führung des Landes verspricht einen fairen Prozess.

Kenyatta mit Verspätung zum Wahlsieger ernannt

Nach tagelangen Verzögerungen bei der Auszählung ist Kenias Vizeregierungschef Uhuru Kenyatta zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden. Der 51-Jährige setzte sich mit 50,07 Prozent bereits im ersten Wahlgang durch, wie die Wahlkommission am Sonnabend mitteilte. Sein Rivale Raila Odinga will die Wahl jedoch nicht anerkennen und der Internationale Strafgerichtshof Kenyatta wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit weiter den Prozess machen. Auf Kenyattas schärfsten Konkurrenten Odinga – derzeit amtierender Ministerpräsident – entfielen 43,31 Prozent der Stimmen, die übrigen Bewerber lagen weit abgeschlagen zurück. Odinga kündigte an, dass er keine Niederlage einräumen werde, da die Wahl gefälscht worden sei.

Wieder Ausschreitungen von Fußballfans

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es nach Urteilen zu tödlichen Fußballkrawallen im vergangenen Jahr zu schweren Ausschreitungen gekommen. Militante Fußballfans aus Kairo stürmten einen Komplex mit einem Klub für Polizeioffiziere und steckten mehrere Gebäude in Brand, wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte. Kurz darauf stand auch der Sitz des ägyptischen Fußballverbandes in der Hauptstadt in Flammen. Auf Fernsehbildern waren Hunderte sogenannte Ultras zu sehen, die zum Innenministerium unterwegs waren, das in der Nähe des Tahrir-Platzes im Zentrum liegt. Die ägyptische Justiz hatte am Sonnabendvormittag in Kairo die Todesurteile gegen 21 Angeklagte wegen tödlicher Krawalle bestätigt.