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Plagiatsvorwürfe: Verrat von Gutachten zu Schavan nicht aufzuklären ++ Bundeswehr: De Maizière: Wehrdienst macht Jungen männlicher ++ ++ Steinbrück: Kampagnenleiter der SPD verliert Job als Staatssekretär

Verrat von Gutachten zu Schavan nicht aufzuklären

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zum Verrat des vertraulichen Gutachtens über die Doktorarbeit von CDU-Politikerin Annette Schavan eingestellt. Die Tat sei nicht aufzuklären gewesen, teilte die Düsseldorfer Ermittlungsbehörde am Freitag mit. Die Weitergabe des Gutachtens an Journalisten sei zwar als Verletzung eines Dienstgeheimnisses und somit als Straftat einzustufen. Es gebe aber keinen Ansatzpunkt, wer die undichte Stelle gewesen sein könnte. Etwa 20 Menschen hätten Zugang gehabt.

De Maizière: Wehrdienst macht Jungen männlicher

Der Wehrdienst ist nach Überzeugung von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) dazu geeignet, junge Rekruten männlicher zu machen. „Ich spreche davon, dass die Jungs plötzlich männlicher werden“, sagte er in dem Interviewbuch „Damit der Staat den Menschen dient“, aus dem die „Sächsische Zeitung“ vorab zitierte. „Das bestätigen mir nicht nur meine Erfahrungen mit einem unserer Söhne, der bei der Bundeswehr war, sondern auch mit vielen anderen.“ Aber auch Frauen „sind klasse, fachlich oft besser und körperlich voll einsatzfähig. Auch in die höheren Dienstgrade wachsen sie jetzt schnell hinein.“

Kampagnenleiter der SPD verliert Job als Staatssekretär

Der Kampagnenleiter von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, Heiko Geue, verliert seinen eigentlichen Job als Finanzstaatssekretär in Sachsen-Anhalt. Landesfinanzminister Jens Bullerjahn (SPD) hat Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gebeten, Geue in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen. „Eine rechtlich unstrittige Lösung gemeinsam mit Herrn Geue konnte nicht gefunden werden“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag am Rande der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. „Das Vertrauensverhältnis ist damit gestört.“ Geue hatte sich nur beurlauben lassen, um nach der Bundestagswahl womöglich zurückkehren zu können.