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Syrien: Rebellen halten Blauhelme auf Golanhöhen fest ++ Ägypten: Gericht stoppt Vorbereitung der Parlamentswahl ++ Frankreich: Sarkozy erwägt politisches Comeback „aus Pflicht“ ++ USA: US-Veteranen leiteten Foltergefängnisse im Irak

Rebellen halten Blauhelme auf Golanhöhen fest

Syrische Rebellen haben rund 20 Soldaten der UN-Friedenstruppen auf den Golanhöhen an der Grenze zu Israel festgesetzt. Die UN-Beobachter seien während ihres regulären Einsatzes von etwa 30 Rebellen gestoppt worden, teilten die UN mit. Die internationale Organisation habe deshalb Truppen in das Gebiet entsandt, um die Situation zu klären. Die UN bestätigten damit ein auf YouTube verbreitetes Video, auf dem zu sehen ist, wie Rebellen einen Konvoi unter ihre Kontrolle bringen. Die Aufständischen fordern darin, dass sich die Streitkräfte von Syriens Präsident Baschar al-Assad aus einem Dorf in der Nähe der Golanhöhen zurückziehen.

Gericht stoppt Vorbereitung der Parlamentswahl

Die für April geplanten Parlamentswahlen in Ägypten müssen möglicherweise verschoben werden. Das Verwaltungsgericht in Kairo stoppte offiziell die Vorbereitungen für die Wahl. Das Online-Portal „Ahram“ meldete, das Gericht habe einen Artikel des Wahlgesetzes moniert und eine Überprüfung des Gesetzes durch das Verfassungsgericht angeordnet. Das Wahlgesetz war zuvor bereits von den linken und liberalen Oppositionsparteien kritisiert worden. Diese haben einen Boykott der Wahl angekündigt. Lediglich die islamistischen Parteien und einige säkulare kleinere Parteien bereiten sich schon auf den Wahlkampf vor.

Sarkozy erwägt politisches Comeback „aus Pflicht“

Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy spielt mit dem Gedanken an ein politisches Comeback. Das Wochenblatt „Valeurs Actuelles“ zitierte den Politiker mit den Worten, es könne sich eine Situation ergeben, in der er zurückkehren müsse. „Nicht aus Lust. Aus Pflicht“, sagte der 58-Jährige demnach. „Einzig und allein, weil es um Frankreich geht.“ Wenn weder die Rechte noch die Linke in der Lage seien, einen Lösungsweg für die Probleme anzubieten, könne er nicht weiter sagen: „Ich bin glücklich, ich bringe meine Tochter zur Schule, und ich bin bei Konferenzen auf der ganzen Welt dabei.“

US-Veteranen leiteten Foltergefängnisse im Irak

Hochrangige Kriegsveteranen aus den USA sollen laut britischen Medien geheime Foltergefängnisse im Irak aufgebaut und geleitet haben. Zwei Leiter, James Steele und James Coffman, hätten direkt Bericht an Verteidigungsminister Donald Rumsfeld beziehungsweise US-General David Petraeus erstattet, zitierten der „Guardian“ und die BBC Zeugen. Beide sollen für die USA bereits in den „schmutzige Kriege“ genannten Einsätzen in Mittelamerika während der 1980er-Jahre gefoltert haben.