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Umfrage: Mehrheit hält de Maizières Soldaten-Kritik für falsch ++ Sonntagsarbeit: Experten sehen Nachteile für Nicht-Christen ++ Bahnhof: Kretschmann offen für Alternativen zu Stuttgart 21

Mehrheit hält de Maizières Soldaten-Kritik für falsch

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) trifft bei der Mehrheit der Deutschen mit seiner Soldaten-Kritik auf Unverständnis. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa bewerteten 61 Prozent der Befragten die Kritik als unangemessen. 17 Prozent hielten sie dagegen für angemessen. De Maizière hatte Soldaten vorgeworfen, süchtig nach Wertschätzung zu sein und nach Anerkennung zu gieren. Die Wortwahl hat er inzwischen bedauert, inhaltlich blieb er aber bei seinen Aussagen.

Experten sehen Nachteile für Nicht-Christen

Angesichts der wachsenden religiösen Vielfalt in Deutschland hat eine Expertenkommission vor einer Benachteiligung von Arbeitnehmern nicht-christlicher Religionen in der Arbeitswelt gewarnt. Das deutsche Feiertagsrecht wirke sich zunehmend als Ungleichbehandlung aus, „weil den zahlreichen christlichen Feiertagen kein solcher einer anderen Religion gegenübersteht“, heißt es in dem Abschlussbericht „Zukunft der Arbeitswelt“, der am Montag in Berlin vorgelegt wurde.

Kretschmann offen für Alternativen zu Stuttgart 21

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist nach einem Zeitungsbericht bereit, mit der Bahn und ihrem Eigentümer Bund über einen Aus- oder Umstieg bei dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 zu verhandeln. Kretschmann habe in einem Schreiben an den Vize-Aufsichtsratschef der Bahn AG, Alexander Kirchner, seine Bereitschaft zu „konstruktiven Gesprächen“ über mögliche Alternativen erklärt, berichtet die „Stuttgarter Zeitung“. Voraussetzung sei aber, so Kretschmann, dass die Bahn oder der Bund das Thema auf die Tagesordnung setze.