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Iberische Halbinsel: Gibraltar will keine britische Kolonie mehr sein ++ Dhaka: Unruhen in Bangladesch den fünften Tag in Folge ++ Regierung: In Italien wird jetzt über Neuwahlen nachgedacht ++ Mali: Al-Qaida-Kämpfer bestätigt Tod von Islamistenführer Zeid

Gibraltar will keine britische Kolonie mehr sein

Das britische Territorium Gibraltar will keine Kolonie mehr sein. Die Vereinten Nationen sollten das Gebiet an der Südküste der Iberischen Halbinsel von ihrer Liste der Kolonien streichen, sagte Gibraltars Regierungschef Fabian Picardo der spanischen Zeitung „El País“. Gibraltar wolle seine Bindungen an Großbritannien nicht aufgeben. „Die Frage einer Unabhängigkeit stellt sich für uns nicht“, betonte Picardo. Die Beziehungen zu Großbritannien seien partnerschaftlich und nicht kolonialistisch. Der „Affenfelsen“ war Großbritannien vor 300 Jahren im Vertrag zugesprochen worden.

Unruhen in Bangladesch den fünften Tag in Folge

Nach dem Todesurteil gegen den Vorsitzenden einer islamischen Partei in Bangladesch ist die Zahl der Toten bei den schweren Unruhen auf 61 gestiegen. Auch am Montag dauerten die Zusammenstöße zwischen Anhängern der Jamaat-Partei und der Polizei weiter an. Dabei wurden nach Medienberichten und Angaben von Aktivisten drei Menschen getötet. Delwar Hossain Sayedee wurde am Donnerstag vergangener Woche wegen Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskrieg mit Pakistan aus dem Jahr 1971 verurteilt. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung in Dhaka gingen Sayedees Anhänger auf die Straßen.

In Italien wird jetzt über Neuwahlen nachgedacht

In Italien wird nach dem Wahl-Patt über eine neue Abstimmung nachgedacht. Der Chef der Links-Allianz, Pier Luigi Bersani, forderte den Komiker Beppe Grillo von der Protestbewegung Fünf Sterne auf, sich zur möglichen Unterstützung einer linken Regierung zu äußern. „Er muss jetzt sagen, was er will. Sonst gehen wir alle, er eingeschlossen, nach Hause“, sagte Bersani. Grillo, dessen Protestbewegung aus dem Stand 25 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, lehnt jede Zusammenarbeit mit den etablierten Parteien ab. Der Komiker steht im Ruf, Neuwahlen anzustreben, um noch mehr Stimmen zu gewinnen.

Al-Qaida-Kämpfer bestätigt Tod von Islamistenführer Zeid

Nach tagelanger Ungewissheit scheint der Tod des ranghohen Islamisten-Anführers Abou Zeid nun sicher: Ein Vertreter des Terrornetzwerks al-Qaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) bestätigte am Montag, der Algerier sei bei einem französischen Luftangriff im Ifoghas-Gebirge im Nordosten Malis getötet worden. Zugleich widersprach Aqmi aber Berichten, wonach auch der Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar ums Leben gekommen sei. Auch Frankreich machte am Montag erstmals deutlich, dass Abou Zeid, einer der radikalsten Aqmi-Führer in der Sahel-Zone, offenbar getötet wurde, endgültige Klarheit gebe es aber noch nicht.