Selbstmordattentat

Anschlag in Pakistan

Nach dem verheerenden Anschlag auf Schiiten mit mehr als 50 Toten ist das öffentliche Leben in der südpakistanischen Millionenmetropole Karatschi zum Stillstand gekommen.

Die Regierung der Provinz Sindh erklärte den Montag zum offiziellen Trauertag, Flaggen an öffentlichen Gebäuden wurden auf halbmast gesetzt. Mehrere schiitische Organisationen riefen nach dem Anschlag vom Sonntagabend zu dreitägiger Trauer auf. Ihnen schlossen sich auch die untereinander verfeindeten Regionalparteien MQM und ANP an. Die Zahl der Toten bei dem Anschlag in der Provinzhauptstadt stieg auf mindestens 52. Bei der Explosion in einem Viertel der religiösen Minderheit seien außerdem 127 Menschen verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Sindhs Polizeichef Fayyaz Leghari sagte der Zeitung „The News“, als Urheber verdächtige man die Taliban und die ebenfalls sunnitische Gruppe Laschkar-e-Jhangvi (LeJ).