Generalkongregation

Kardinäle bereiten Konklave zur Papstwahl vor

Die erste Versammlung der Kardinäle nach dem Ende des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. hat am Montag im Vatikan mit 103 der 115 wahlberechtigten Purpurträger im Alter von unter 80 Jahren begonnen.

An der Generalkongregation in der Synodenaula nahmen nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi 142 der 207 Kardinäle teil. Mit dem Münchener Erzbischof Reinhard Marx und den früheren Präsidenten der Päpstlichen Räte für die Einheit der Christen und Cor unum, Walter Kasper und Paul Josef Cordes, nahmen drei von sechs wahlberechtigten deutschen Kardinäle am ersten Tag des Vorkonklaves teil. In den nächsten Tagen werden die Erzbischöfe von Berlin und Köln, Rainer Maria Woelki und Joachim Meisner, sowie der Bischof von Mainz, Karl Lehmann, erwartet.

Die Wahl eines Nachfolgers für den am 28. Februar zurückgetretenen Benedikt XVI. muss spätestens zwischen dem 15. und 20. Tag nach Eintritt der Sedisvakanz beginnen. Aufgrund eines Erlasses von Benedikt XVI. könnte die Wahl aber auch vorgezogen werden, wenn die Kardinäle dies mehrheitlich wünschen und die Anwesenheit aller wahlberechtigten Kardinäle festgestellt wird. Die Kardinäle sprachen den Angaben zufolge nach einem Gebet zunächst gemeinsam und anschließend einzeln auf Latein die Eidesformel, mit der sie sich zur Geheimhaltung hinsichtlich aller Aspekte der Papstwahl verpflichteten. Auf Anregung des Dekans des Kardinalskollegiums, Angelo Sodano, beschlossen sie überdies, dem emeritierten Papst eine gemeinsame Botschaft zu übermitteln.