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Italien: Schäuble widerspricht Grillo: Kein Zusammenbruch ++ Iran: 3000 neue Zentrifugen für schnellere Uran-Anreicherung ++ Bangladesch: Mehr als 60 Tote bei Unruhen nach Todesurteil ++ Pakistan: Autobombe reißt in Karachi 45 Menschen in den Tod

Schäuble widerspricht Grillo: Kein Zusammenbruch

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet im Gegensatz zum Polit-Populisten Beppe Grillo nicht mit einem baldigen Kollaps des politischen Systems in Italien. „Italien hat sich immer wieder als fähig erwiesen, auch aus komplizierten Wahlergebnissen regierungsfähige Mehrheiten zu bilden, das muss sein“, sagte Schäuble am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Die Euro-Krise ist nicht überwunden, aber wir sind gut vorangekommen, wir haben gute Ergebnisse erzielt, nicht zuletzt übrigens auch in Italien.“

3000 neue Zentrifugen für schnellere Uran-Anreicherung

Einen Tag vor der Sitzung des IAEA-Gouverneursrats hat der Iran den baldigen Einsatz von 3000 neuen Zentrifugen zur Beschleunigung der Urananreicherung bekannt gegeben. Die Zentrifugen seien bereits gebaut und würden ältere Modelle ersetzen, sagte der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ferejdun Abbasi, am Sonntag. Zum Einsatzort der neuen Geräte – Natans oder Fordo – machte die Agentur keine Angaben. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte in einem Bericht im vergangenen Monat Bezug auf die neuen Zentrifugen genommen, allerdings keine Zahlen genannt.

Mehr als 60 Tote bei Unruhen nach Todesurteil

Bei andauernden Unruhen nach dem Todesurteil gegen einen islamistischen Politiker in Bangladesch sind mindestens 62 Menschen getötet worden. Am Sonntag – dem vierten Tag der gewaltsamen Proteste – starben nach Polizeiangaben mindestens 19 Menschen. Unter den Toten seien ein 13 Jahre alter Junge und ein Polizist gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Nach Darstellung der Behörden griffen Anhänger der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami Büros der regierenden Awami-Liga, Polizeiwachen, einen Bahnhof und öffentliche Einrichtungen an.

Autobombe reißt in Karachi 45 Menschen in den Tod

Bei der Explosion einer Autobombe sind am Sonntagabend im pakistanischen Karachi 45 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 150 weitere seien bei der Explosion in einem schiitischen Wohnviertel der Hafenstadt im Süden des Landes verletzt worden, teilte ein örtlicher Polizeisprecher mit. Unter den Trümmern eines zerstörten Hauses würden noch weitere Opfer vermutet. Es blieb zunächst unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war.