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Polen: Walesa will Homosexuelle aus Parlament vertreiben ++ Großbritannien: Regierung gewährt Asyl für russischen Skandalbanker ++ Mali: Islamistenführer Belmokhtar bei Angriff angeblich getötet ++ Afghanistan: Soldaten erschießen versehentlich Kinder

Walesa will Homosexuelle aus Parlament vertreiben

Der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa hat sich abfällig über Homosexuelle geäußert. Schwule und lesbische Abgeordnete sollten in der letzten Reihe des Parlaments oder sogar außerhalb sitzen, weil sie nur eine Minderheit repräsentierten, sagte der Friedensnobelpreis-Träger und streng gläubige Katholik. „Wir respektieren die Mehrheit, wir respektieren die Demokratie.“ Das Einzige, was es gebe, sei aber „eine Minderheit, die auf uns herumtrampelt“, beklagte er. Unter den Abgeordneten sind ein bekennender Schwuler und ein Transsexueller.

Regierung gewährt Asyl für russischen Skandalbanker

Die britischen Behörden haben einem ehemaligen russischen Banker in Großbritannien Asyl gewährt. Der schwerreiche ehemalige Chef der Bank von Moskau, Andrei Borodin (45), ist in Russland im Zusammenhang mit fragwürdigen Krediten wegen Betruges angeklagt und wird von Interpol gesucht. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, sich über Geheimkonten bereichert zu haben, die nach einer millionenschweren Bankenrettung ans Licht kamen. Ein Sprecher des britischen Innenministeriums lehnte jeden Kommentar ab. Borodin lebt seit zwei Jahren in Großbritannien.

Islamistenführer Belmokhtar bei Angriff angeblich getötet

Die Armee des Tschad hat nach eigenen Angaben im Norden Malis den berüchtigten Islamistenführer Mokhtar Belmokhtar getötet. Belmokhtar, der Drahtzieher der blutigen Geiselnahme auf einem algerischen Gasfeld im Januar war, sei am Sonnabend bei einem Angriff auf ein Islamisten-Camp im Norden Malis getötet worden, teilte der Generalstab der tschadischen Armee am Abend mit. Das Islamisten-Lager sei bei dem Angriff im Ifoghas-Massiv vollständig zerstört und „mehrere Terroristen“ getötet worden, darunter sei auch der Anführer Belmokhtar, genannt „der Einäugige“, hieß es von Seiten der Armee.

Soldaten erschießen versehentlich Kinder

Soldaten der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) haben nach Nato-Angaben versehentlich zwei Jungen erschossen. Bei dem Vorfall in der Provinz Urusgan im Süden des Landes hätten die Soldaten die Kinder für Kämpfer der Aufständischen gehalten und das Feuer eröffnet, sagte Isaf-Kommandeur US-General Joseph Dunford. In Urusgan sind australische Soldaten stationiert. Diese hatten von einem Vorfall in der Provinz berichtet, ohne Details zu nennen.