US-Haushalt

Das Sparprogramm der USA bereitet auch Israel Sorge

Nach dem Scheitern der Verhandlungen im Budgetstreit setzt US-Präsident Barack Obama Etatkürzungen mit schweren Negativfolgen für die Wirtschaft in Gang.

Er ordnete offiziell an, die Sparvorgaben bei allen staatlichen Behörden umzusetzen. Allein bis Oktober müssen Ausgaben von 85 Milliarden Dollar (65 Milliarden Euro) nach dem Rasenmäherprinzip gestrichen werden. Hunderttausende Arbeitsplätze sind in Gefahr, der Aufschwung dürfte gebremst werden. Sogar Israel macht sich Sorgen, weil die Militärhilfen der USA eingedampft werden könnten. Allein 46 Milliarden Dollar soll das US-Verteidigungsministerium sparen, vor allem zunächst bei den zivilen Beschäftigten, die weniger arbeiten sollen und ein Fünftel weniger Geld bekommen.

Obama hofft jetzt darauf, dass die Republikaner an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn die Folgen der Einsparungen spürbar werden. Die pauschalen Ausgabenkürzungen, in den USA Sequester genannt, hatte der Kongress 2011 beschlossen. Insgesamt sind in den kommenden zehn Jahren Einsparungen von 1,2 Billionen Dollar vorgesehen. Obama sagte, das Wirtschaftswachstum könnte um einen halben Prozentpunkt sinken, 750.000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.