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Asien: China postiert Bojen nahe umstrittener Inselgruppe ++ Kolumbien: Guerillas wollen deutsche Geiseln freilassen ++ USA: Senat bestätigt Chuck Hagel als Verteidigungsminister ++ Ägypten: Opposition plant Boykott der Parlamentswahl

China postiert Bojen nahe umstrittener Inselgruppe

Neue Vorwürfe im Inselstreit zwischen Peking und Tokio: China hat nahe einer umstrittenen Inselgruppe Bojen platziert, die nach eigenen Angaben lediglich wissenschaftlichen Zwecken dienen. Alleiniges Ziel sei die Beobachtung des Seewetters, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. „Ich denke, das sollte nicht umstritten sein oder hochgespielt werden“, sagte Hua Chunying. Tokio hatte Peking zuvor aufgefordert, Sinn und Zweck der Bojen darzulegen.

Guerillas wollen deutsche Geiseln freilassen

Die kolumbianische Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) hat die Freilassung ihrer beiden deutschen Geiseln angeboten. Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos genehmigte am Montag (Ortszeit) eine humanitäre Mission, die die beiden deutschen Rentner in Empfang nehmen soll. An der Mission ist laut einer Mitteilung von Santos' Pressestelle in Bogotá auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) beteiligt. „Ich hoffe, dass die ELN Wort hält“, sagte der Präsident in Cali.

Senat bestätigt Chuck Hagel als Verteidigungsminister

Nach wochenlangen Debatten hat der US-Senat den republikanischen Senator Chuck Hagel als neuen Verteidigungsminister bestätigt. Am Dienstagabend wurde der 66-Jährige mit 58 zu 41 Stimmen zum neuen Chef des Pentagon ernannt. Vor knapp zwei Wochen hatten die Republikaner Hagels Ernennung platzen lassen. Viele Konservative hatten kritisiert, dass der Vietnamveteran wie der Präsident eher auf Diplomatie als auf die Androhung militärischer Einsätze setze, um internationale Konflikte zu lösen.

Opposition plant Boykott der Parlamentswahl

Mehrere ägyptische Oppositionsparteien wollen die Parlamentswahl im Frühjahr boykottieren. Die Nationale Rettungsfront, zu der mehrere Parteien aus dem linken und liberalen Spektrum gehören, erklärte am Dienstag vor der Presse in Kairo, sie werde auch die Einladung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi zu einem nationalen Dialog nicht annehmen. Der Sprecher der Front, Sameh Aschur, sagte: „Ohne ein Wahlgesetz, das garantiert, dass dies saubere Wahlen werden, wollen wir nicht teilnehmen.“