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Diplomatie: Neuer US-Außenminister Kerry kommt nach Berlin ++ Soziales: Weniger Menschen bekommen Wohngeld ++ Bildung: FDP sieht Sitzenbleiben als notwendiges Instrument ++ Israel: Regierung dankt Papst für Verdienste

Neuer US-Außenminister Kerry kommt nach Berlin

Der neue US-Außenminister John Kerry kommt Anfang nächster Woche erstmals nach Berlin. Unter anderem stehen Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei hatte Anfang des Monats die Nachfolge von US-Außenministerin Hillary Clinton angetreten. Von der US-Botschaft in Berlin gab es für den Besuch noch keine offizielle Bestätigung. Erwartet wird, dass Kerry auch in anderen europäischen Hauptstädten einen Antrittsbesuch macht.

Weniger Menschen bekommen Wohngeld

In Deutschland erhalten wieder deutlich weniger Menschen Wohngeld. Am Jahresende 2011 wurden rund 770.000 einkommensschwache Haushalte oder 1,9 Prozent aller privaten Haushalte je zur Hälfte von Bund und Ländern unterstützt – ein Jahr zuvor waren es noch 852.000. Grund für die Entwicklung könnte nach Schätzungen des Statistischen Bundesamts die Streichung des Heizkostenzuschlags gewesen sein. Diese Kosten waren bis Ende 2010 noch bei der Förderung berücksichtigt worden. Das Wohngeld beträgt durchschnittlich 114 Euro pro Monat.

FDP sieht Sitzenbleiben als notwendiges Instrument

Christian Lindner, FDP-Fraktionschef in NRW, hält Klassenwiederholungen für „ein notwendiges pädagogisches Instrument“. Für viele Schüler liege darin die Chance, die Erfahrung fortwährenden Scheiterns in mehr als einem Fach zu überwinden, sagte er. Lindner reagierte damit auf die Debatte über den Sinn des Sitzenbleibens. NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hatte die Wiederholung von Schuljahren als eine „Verschwendung der Lebenszeit“ bezeichnet. Die rot-grüne Regierung in Niedersachsen will das Sitzenbleiben abschaffen.

Regierung dankt Papst für Verdienste

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Verdienste Papst BenediktsXVI. gewürdigt. „Im Namen des israelischen Volkes möchte ich Ihnen für all das danken, was Sie als Papst getan haben, um die Beziehungen zwischen Christen und Juden und dem Vatikan und dem jüdischen Staat zu vertiefen“, heißt in einem Brief Netanjahus an den scheidenden Papst. Der historische Besuch BenediktXVI. 2009 in Israel habe eine seltene Gelegenheit eröffnet, den neuen Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan Ausdruck zu verleihen.