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Zypern: Stichwahl entscheidet über Kurs des Krisenlandes ++ Russland: Leiche von Politiker in Zementfass entdeckt ++ Tunesien: Neue Regierung soll das Land aus der Krise führen

Stichwahl entscheidet über Kurs des Krisenlandes

In Zypern zeichnet sich nach der ersten Runde der Präsidentenwahl ein Kurswechsel ab. Im Rennen um die Nachfolge des linksgerichteten Präsidenten Dimitris Christofias kam der konservative Oppositionsführer Nikos Anastasiades auf 45,5 Prozent der Stimmen. Am Sonntag findet nun eine Stichwahl mit dem linksgerichteten Kandidaten Stavros Malas statt (27 Prozent). Der neue Präsident wird sich als Krisenmanager beweisen müssen. Zypern ist tief verschuldet und wirtschaftlich angeschlagen. Die anderen 16 Staaten der Euro-Zone werden voraussichtlich im März über ein Hilfspaket im Umfang von bis zu 17 Milliarden Euro entscheiden.

Leiche von Politiker in Zementfass entdeckt

Eine Woche nach seinem Verschwinden ist die Leiche eines russischen Lokalpolitikers in einem mit Zement gefüllten Metallfass entdeckt worden. Der Behälter mit den sterblichen Überresten von Michail Pachomow sei in einem Keller am Rande Moskaus gefunden worden, teilten die Ermittler mit. Es gebe „genug Beweise, um einen gewaltsamen Tod Pachomows zu belegen“. Der 37-jährige Abgeordnete des Stadtparlaments von Lipetsk war am 12.Februar verschwunden. Die Polizei nahm elf Menschen unter dem Verdacht fest, etwas mit Pachomows Tod zu tun zu haben. Ein Motiv für die mutmaßliche Tötung des Politikers ist bislang nicht bekannt.

Neue Regierung soll das Land aus der Krise führen

In Tunesien soll eine neue Regierung aus Experten und Politikern die schwere politische Krise bewältigen. Der Chef der islamistischen Ennahda-Partei, Rachid Ghannouchi, erklärte am Montagabend in Tunis, die wichtigsten Parteien hätten sich auf ein neues Kabinett geeinigt, das so schnell wie möglich Neuwahlen vorbereiten soll. Zuvor hatte Premierminister Hamadi Jebali seinen ursprünglichen Plan für gescheitert erklärt, eine Regierung nur aus Experten zu bilden. In Tunesien waren Unruhen ausgebrochen, nachdem der linke Oppositionspolitiker Chokri Belaid am 6. Februar ermordet worden war. Tagelang hatte es Proteste gegeben.