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Irak: Richter wegen Verbindungen zur Saddam-Partei abgelöst ++ Indien/Frankreich: Hollande setzt sich für Vertrag über Kampfjets ein ++ Nordkorea: Seoul droht Pjöngjang mit präzisen Waffen ++ Dagestan: Anti-Terror-Einsatz und Autobombe: Neun Tote ++ Saudi-Arabien: König besetzt wichtige Posten mit jüngeren Prinzen

Richter wegen Verbindungen zur Saddam-Partei abgelöst

Der höchste Richter des Irak ist wegen angeblicher Verstrickungen in das gestürzte Saddam-Hussein-Regime abberufen worden. Chefrichter Medhat al-Mahmud habe früher Verbindungen zur inzwischen aufgelösten Baath-Partei gehabt, erklärte die Kommission zur Aufarbeitung der irakischen Vergangenheit. Das Vorgehen gegen den 80-jährigen Richter stütze sich auf „starke Beweise“, die das Parlament geliefert habe.

Hollande setzt sich für Vertrag über Kampfjets ein

Anlässlich eines Staatsbesuchs in Indien hat der französische Präsident François Hollande sich für einen Vertrag über die Lieferung von 126 Kampfjets starkgemacht. Die Gespräche über den Verkauf der Flugzeuge vom Typ Rafale zum Preis von umgerechnet rund neun Milliarden Euro machten „gute Fortschritte“, sagte der indische Regierungschef Manmohan Singh. Neu-Delhi gab den französischen Jets vor einem Jahr den Vorrang vor dem Typhoon-Eurofighter des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS.

Seoul droht Pjöngjang mit präzisen Waffen

Zwei Tage nach einem Atomtest in Nordkorea hat Südkorea das Drohpotenzial gegen die kommunistische Regierung im Norden des geteilten Landes deutlich erhöht. Das Verteidigungsministerium führte am Donnerstag der Presse ein Video mit neu stationierten, seegestützten Marschflugkörpern vor. „Mit diesen Waffen können wir jede Anlage, Ausrüstung und jedes individuelle Ziel im Norden treffen, wo wir sollen und wann wir wollen“, erklärte Generalmajor Ryu Young-jeo bei der Vorführung.

Anti-Terror-Einsatz und Autobombe: Neun Tote

Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag mit einer Autobombe im russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus vier Polizisten mit in den Tod gerissen und sechs weitere schwer verletzt. Kreml-treue Einheiten reagierten mit einem Anti-Terror-Einsatz. In einem Dorf hätten Soldaten die Hintermänner des Attentats und ein Sprengstofflager entdeckt, hieß es. Bei einem stundenlangen Schusswechsel in der Bergregion seien vier Terroristen getötet worden.

König besetzt wichtige Posten mit jüngeren Prinzen

Nachdem die wichtigsten Ämter in Saudi-Arabien bisher nur mit Söhnen des Staatsgründers Ibn Saud besetzt worden sind, kommen jetzt auch die Enkel zum Zug. König Abdullah ernannte seinen Neffen Prinz Chalid bin Bandar zum Gouverneur der Provinz Riad. Prinz Turki bin Abdullah, der siebte Sohn des Königs, wurde zum Vizegouverneur der Hauptstadtprovinz bestellt. Prinz Salman bin Abdelasis war von 1963 bis 2011 Gouverneur von Riad, bevor er zum Kronprinzen ernannt wurde.