Konflikt

Assad und Opposition einigen sich angeblich auf Frieden

Oppositionelle und Vertreter des Regimes sollen sich unter Federführung der Vereinten Nationen auf einen Friedensplan für Syrien geeinigt haben.

Das berichtete die arabische Zeitung „al-Sharq al-Awsat“ am Donnerstag. Ob dies ein gangbarer Weg hin zu einem Ende des seit fast zwei Jahren andauernden Konflikts ist, ist jedoch fraglich. Denn der Plan hat einige Schönheitsfehler: Das Schicksal von Präsident Baschar al-Assad, der sich bislang weigert zurückzutreten, bleibt offen. Das Regime hat den Plan offiziell noch nicht akzeptiert und vonseiten der Opposition waren laut „al-Sharq al-Awsat“ nur die gemäßigten Kräfte an den Verhandlungen beteiligt.

Möglicherweise taugt der Friedensplan, der die Bildung eines Übergangsparlaments mit zwei Kammern unter Beteiligung von Vizepräsident Faruk al-Scharaa vorsieht, aber als Gesprächsgrundlage für konkrete Verhandlungen. Denn die russische Regierung, die ihre Hand bislang schützend über das Regime hält, erhöht jetzt den Druck auf Assad. Sie hat den syrischen Außenminister Walid al-Muallim nach Moskau eingeladen.