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Ägypten: Tausende demonstrieren bei Protestmärschen ++ USA: Obama appelliert an den Kongress ++ Kaschmir: Ausnahmezustand nach vollstrecktem Todesurteil

Tausende demonstrieren bei Protestmärschen

Tausende Teilnehmer an Protestmärschen in Kairo und mehreren Provinzen Ägyptens haben Präsident Mohammed Mursi aufgefordert, die Ziele des Volksaufstands zu erfüllen, der ihn an die Macht getragen hatte. Nach einer Bilanz des Gesundheitsministeriums wurden bei den zum Teil gewaltsamen Demonstrationen, die nach dem Freitagsgebet begonnen hatten, insgesamt mehr als 120 Menschen verletzt. In der Hauptstadt Kairo warfen Demonstranten Brandsätze und Feuerwerkskörper; zudem setzten sie Autoreifen in Brand. Als die Polizei massiv und mit Einsatz von Tränengas gegen die Kundgebung vorrückte, flohen die Protestierenden den breiten Boulevard hinunter, der am Präsidentenpalast entlangführt.

Obama appelliert an den Kongress

US-Präsident Barack Obama hat den Kongress zur Überwindung des Haushaltsstreits aufgerufen. In seiner wöchentlichen Radio- und Internetansprache erklärte Obama am Sonnabend, die ab dem 1.März automatisch in Kraft tretenden tiefen Einschnitte im Staatshaushalt drohten die Konjunktur und Tausende Arbeitsplätze zu gefährden. Davon betroffen seien Jobs in den Bereichen nationale Sicherheit, Bildung und saubere Energie – aber auch die Fähigkeit des US-Militärs, auf Bedrohungen zu reagieren. Im Sommer 2011 hatte der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das in den kommenden zehn Jahren Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip um 1,2 Billionen Dollar vorsieht.

Ausnahmezustand nach vollstrecktem Todesurteil

Erst Unruhen, dann Ausgangssperre: Der indische Teil Kaschmirs ist nach Tumulten wegen eines vollstreckten Todesurteils gegen einen Kaschmiri wie gelähmt. Zehntausende Sicherheitskräfte waren dort am Sonntag im Einsatz. Am Tag davor war der für den Anschlag auf das indische Parlament im Jahr 2001 zum Tode verurteilte Afzal Guru aus Kaschmir in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi gehenkt worden. Elf Jahre hatte er in der Todeszelle gesessen. Seine Hinrichtung hatte Proteste in weiten Teilen von Jammu und Kaschmir ausgelöst, bei denen nach Behördenangaben 23Polizisten sowie 13Demonstranten verletzt worden waren. Am Sonntag wurden in weiten Teilen der Region auch das Kabelfernsehen und mobile Internetdienste abgeschaltet.