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Sexismus-Debatte: Brüderle hat weiter gern mit Menschen zu tun ++ Arbeit: Die Hälfte der Minijobber würde gern mehr arbeiten ++ Iran: Chamenei gegen direkte Atomgespräche mit USA ++ Japan: Tokio wirft Moskau Verletzung des Luftraums vor

Brüderle hat weiter gern mit Menschen zu tun

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle will sich von der anhaltenden Sexismus-Debatte nicht seine Freude am Umgang mit Menschen verderben lassen. „Wer mit Menschen keinen Kontakt haben will als Politiker, muss sich schon überlegen, ob er an der richtigen Stelle ist“, sagte Brüderle der „Rhein-Zeitung“. Seine Leutseligkeit wolle er im Wahlkampf nicht aufgeben. „Ich habe gern mit Menschen zu tun, mir macht Wahlkampf Spaß.“ Zu den Vorwürfen einer „Stern“-Reporterin, er habe sich ihr gegenüber anzüglich geäußert, wollte Brüderle sich weiter nicht äußern.

Die Hälfte der Minijobber würde gern mehr arbeiten

52 Prozent der Minijobber in Deutschland würden gern mehr arbeiten. Das sind etwa zweieinhalb Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf eine Umfrage mitteilt. 27 Prozent hätten trotz ihres Wunschs nach mehr Beschäftigung keinen passenden Job gefunden. 25 Prozent hätten gern mehr gearbeitet, dies aber aufgrund ihrer persönlichen Situation nicht tun können. Vor allem bei den arbeitslos Gemeldeten unter den geringfügig Beschäftigten sei der Wunsch nach mehr Arbeit „erwartungsgemäß“ hoch gewesen.

Chamenei gegen direkte Atomgespräche mit USA

Das politische und geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hat von den USA angebotene direkte Gespräche über den Atomstreit als Trick bezeichnet. Verhandlungen unter Druck könne es nicht geben, sagte Chamenei vor Vertretern der iranischen Luft- und Raumfahrtbehörde. „Einigen naiven Menschen gefällt die Idee, mit Amerika zu verhandeln. Verhandlungen werden das Problem aber nicht lösen.“ US-Vize-Präsident Joe Biden hatte gesagt, die USA seien zu einem bilateralen Treffen mit der iranischen Führung bereit.

Tokio wirft Moskau Verletzung des Luftraums vor

Japan hat Russland die Verletzung seines Luftraums durch zwei Kampfflugzeuge vorgeworfen. Als Reaktion ließ das japanische Militär eigene Abfangjäger aufsteigen, wie das Außenministerium mitteilte. Das Verteidigungsministerium in Moskau wies die Vorwürfe zurück. Der Vorfall ereignete sich nach japanischen Angaben unweit der nördlichen Insel Hokkaido. Dort befinden sich einige Inseln, die in Folge des Zweiten Weltkriegs an die Sowjetunion gegangen sind. Japan fordert ihre Rückgabe.