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So machen es andere

Schweden Dass die Schweden mit 1,90 Kindern pro Frau gegenüber 1,36 in Deutschland deutlich mehr Freude als Eltern zu haben scheinen, liegt wohl nicht nur am Geld. Umgerechnet 114 Euro (1050 Kronen) Kindergeld für das erste und 1200 Kronen für das zweite Kind sind jedenfalls nicht das große Lockmittel. Doch die Grundbedingungen mit einem so gut wie flächendeckenden Angebot an Kinderkrippen und -gärten sind eben ganz anders. Dass der Staat dieses Angebot zu liefern hat, gilt in Schweden seit bald einem halben Jahrhundert als Selbstverständlichkeit.

Frankreich Eines der europäischen „Familienmusterländer“: Frauen bekommen im Schnitt 2,01 Kinder. Als ein Grund der hohen Geburtenzahlen gilt die staatliche Förderung. Neben einer einmaligen Geburtsbeihilfe, Steuererleichterungen und Kindergeld gibt es je nach Bedarf Lernmittelzuschüsse, Wohngeld und Hilfen für Alleinerziehende. Große Familien mit zwei und mehr Kindern profitieren von weiteren Zulagen und Steuererleichterungen. Schon vor Jahrzehnten wurde ein umfangreiches Netz von Kinderbetreuungseinrichtungen aufgebaut. Krippen nehmen Kleinkinder ab zwei Monaten.

Großbritannien Dort gibt es eine breite Palette an staatlichen Hilfen für Kinder und Familien. Kern ist das Kindergeld in Höhe von rund 87 Pfund pro Monat für das erste Kind und rund 58 Pfund für jedes weitere Kind. Kindergarten und Vorschule sind zum Teil kostenlos für die Eltern. Darüber hinaus gibt es – abhängig vom Einkommen – steuerliche Erleichterungen für Eltern sowie Hilfen für sozial Schwache.