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Attentäter aus Deutschland

Anschlag in Ankara Der Selbstmordanschlag auf die US-Botschaft in Ankara ist Ermittlungen zufolge von einem illegal aus Deutschland eingereisten Türken verübt worden. Der Mann sei über die griechischen Inseln mit einem gefälschten Ausweis in die Türkei gekommen. Unterdessen hätten auch forensische Untersuchungen bestätigt, dass es sich bei dem Täter um den 30-jährigen Linksextremisten Ecevit Sanli handele. Seine sterblichen Überreste seien an seine Familie übergeben worden.

Ermittlung in Berlin Das Bundesinnenministerium wollte die Ermittlungen der türkischen Behörden abwarten, wie ein Sprecher am Sonntag in Berlin sagte. Dennoch überprüfe das Ministerium schon jetzt die Angelegenheit. Der Attentäter hatte bei dem Anschlag am Freitag eine Handgranate und sechs Kilo TNT-Sprengstoff gezündet, wie die Ermittlungen ergeben haben. Er sprengte sich in einem Eingangsgebäude zum Botschaftsgelände in die Luft und riss einen Wachmann mit sich in den Tod. Die türkische Regierung verstärkte die Sicherheitsmaßnahmen für diplomatische Vertretungen, auch für die in unmittelbarer Nachbarschaft des Tatortes gelegene deutsche Botschaft.

Linksextremist Sanli war nach türkischen Berichten Mitglied der linksextremistischen DHKP-C. Er soll in Deutschland gelebt haben.