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Italien: Drei Amerikaner wegen CIA-Entführung verurteilt ++ Russland: Pussy-Riot-Mitglied liegt im Krankenhaus ++ Saudi-Arabien: König Abdullah stellt Weichen für seine Nachfolge ++ Nordkorea: Tunneleingang auf Atomtestgelände getarnt

Drei Amerikaner wegen CIA-Entführung verurteilt

Wegen Beteiligung an einer CIA-Entführung hat ein Gericht in Italien drei Amerikaner zu Haftstrafen verurteilt. Unter ihnen ist auch der frühere Chef der CIA-Niederlassung in Rom, der für sieben Jahre in Haft muss. Zwei weitere Männer wurden zu sechs Jahren verurteilt. Ein Berufungsgericht in Mailand befand die drei Männer für schuldig, an einer illegalen Verschleppung eines ägyptischen Geistlichen in Mailand im Jahr 2003 beteiligt gewesen zu sein. Alle drei Männer waren in einem ersten Verfahren wegen ihrer diplomatischen Immunität freigesprochen worden.

Pussy-Riot-Mitglied liegt im Krankenhaus

Die 23-jährige Nadeschda Tolokonnikowa, eine der beiden zu Straflagerhaft verurteilten Frauen der kremlkritischen Punkband Pussy Riot, ist in ein Spezialkrankenhaus verlegt worden. Dort sollen ihre Kopfschmerzen genauer untersucht werden, teilte ihre Anwältin Irina Chrunowa mit. Tolokonnikowa soll auch an Depressionen leiden. Das Bandmitglied Jekaterina Samuzewitsch (30) sagte, Tolokonnikowa leide seit fast einem Jahr an starken Schmerzen. In einem Straflager rund 420 Kilometer südöstlich von Moskau müsse sie jeden Tag Schwerstarbeit als Näherin verrichten.

König Abdullah stellt Weichen für seine Nachfolge

König Abdullah von Saudi-Arabien hat seinen jüngeren Halbbruder Prinz Mukrin zum zweiten stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt. Der Posten gilt als „Sprungbrett für potenzielle Thronfolger“. Prinz Mukrin ist mit 66 Jahren der jüngste noch lebende Sohn des Staatsgründers Bin Saud. König Abdullah ist etwa 88 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen. Im Januar hatte er zwei Provinzgouverneure und führende Religionsgelehrte ausgewechselt. Über seine Nachfolge entscheidet der Familienrat.

Tunneleingang auf Atomtestgelände getarnt

Im Zuge der Vorbereitungen auf einen neuen Atomtest hat Nordkorea nach Medienberichten einen Tunneleingang auf seinem ausgedehnten Testgelände im Nordosten vor fremden Blicken geschützt. Die Maßnahme solle wahrscheinlich verhindern, dass Satelliten die Vorgänge auf dem Teil des Geländes in Punggye-ri beobachten könnten, hieß es aus Geheimdienstkreisen. Nordkorea hatte dort bereits 2006 und 2009 Atomtests unternommen.