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Mali: Mißfelder gegen Einsatz von Bundeswehr-Bodentruppen ++ Venezuela: Krebskranker Chávez wieder zu Späßen aufgelegt ++ Frankreich: Im Kurdinnen-Mordfall führt eine Spur nach Deutschland

Mißfelder gegen Einsatz von Bundeswehr-Bodentruppen

Der CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder hat die Entscheidung verteidigt, den Militäreinsatz in Mali nur logistisch zu unterstützen. Er halte ein „Abenteuer“ in Mali für zu gefährlich, „im schlimmsten Fall droht ein zweites Afghanistan“, sagte Mißfelder der WAZ-Gruppe. Zu den Forderungen von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Frankreich stärker zu helfen, sagte er: „Ich halte es für hoch riskant, über Boden- oder Kampftruppen in Mali zu spekulieren. Die Franzosen haben eine andere Afrika-Kompetenz als die Bundeswehr. Sie können mit der Fremdenlegion anders agieren.“ Er hoffe, dass die Franzosen schnell erfolgreich seien, aber bei aller Sympathie scheue er das Risiko in Mali, so Mißfelder weiter.

Krebskranker Chávez wieder zu Späßen aufgelegt

Venezuelas krebskranker Staatschef Hugo Chávez ist nach Angaben von Außenminister Elías Jaua schon wieder zu Späßen aufgelegt. „Wir haben Scherze gemacht und gelacht“, twitterte Jaua während eines Besuchs in Kuba, wo der Staatspräsident seit seiner vierten Krebsoperation am 11.Dezember 2012 behandelt wird. Chávez, 58, habe zudem Anweisungen für das bevorstehende Gipfeltreffen der EU mit den Staaten Lateinamerikas und der Karibik gegeben, das am Wochenende in Santiago de Chile stattfindet. Am 10.Januar hätte Chávez für eine neue sechsjährige Amtszeit im Parlament in Caracas vereidigt werden sollen. Wegen seiner Krankheit hatte er den Termin aber absagen müssen. Die Amtsgeschäfte führt Vizepräsident Nicolás Maduro. Er und Jaua werden Venezuela bei dem Gipfel in Santiago vertreten.

Im Kurdinnen-Mordfall führt eine Spur nach Deutschland

Der im Zusammenhang mit den Morden an drei kurdischen Aktivistinnen in Paris festgenommene Mann soll noch im vergangenen Jahr in Deutschland gelebt haben. Die türkische Zeitung „Hürriyet“ meldete am Dienstag in ihrer Internetausgabe, der Beschuldigte Ömer G. sei im vergangenen Jahr dreimal von Deutschland aus nach Istanbul und zurück gereist, das letzte Mal im Oktober. In der Türkei habe nichts gegen ihn vorgelegen. Unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen meldete das Blatt außerdem, bei den Morden könnten auch private Motive eine Rolle gespielt haben. Der türkische Kurde Ömer G. war laut Medienberichten der Fahrer von Sakine Cansiz, einer Mitbegründerin der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die bei dem Dreifachmord am 9.Januar getötet wurde.