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PolitikNews III

Fünf geflüchtete Geiseln in der Sahara vermisst

Nach der Geiselnahme in Algerien werden noch immer mindestens fünf Ausländer vermisst, die jetzt möglicherweise hilflos durch die glühenden Weiten der Sahara irren. Ein Mitarbeiter des Büros von Ministerpräsident Abdelmalek Sellal teilte mit, die Suche nach den Vermissten sei bislang erfolglos verlaufen. Nach jetzigem Stand könne deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass sie vor ihren Entführern in die Wüste flüchteten und sich dort verliefen. Die Geiselnahme auf dem von Islamisten gekaperten Gasfeld war am Sonnabend mit der gewaltsamen Stürmung des Industriekomplexes zu Ende gegangen. Dabei kamen insgesamt 37 ausländische Geiseln und 29 Extremisten ums Leben. Am Dienstag haben die Arbeiten in der Erdgasproduktionsstätte wieder begonnen.

Verschwendung von Lebensmitteln beklagt

Die UN fordern ein Ende der massiven Verschwendung von Lebensmitteln durch die Menschen. Jedes Jahr lande ein Drittel der weltweit produzierten Nahrung auf dem Müll oder werde vernichtet, erklärten das Umweltprogramm Unep und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO am Dienstag in Genf. Das seien 1,3 Milliarden Tonnen. Die ungenützten Speisen und Getränke haben nach Angaben der beiden UN-Organisationen einen Wert von rund 1000 Milliarden US-Dollar. Das sei Vergeudung.

Berufungsverfahren im Fall Charles Taylor beginnt

Im Fall des wegen Kriegsverbrechen verurteilten liberianischen Ex-Präsidenten Charles Taylor hat am Dienstag im niederländischen Leidschendam bei Den Haag das Berufungsverfahren begonnen. Taylors Anwälte brachten 45 Gründe gegen seine Verurteilung zu 50 Jahren Haft vor. Die Staatsanwälte forderten hingegen, die Haftstrafe gegen den ehemaligen Staatschef um weitere 30 Jahre zu erhöhen. Taylor war während des Prozessauftaktes anwesend, äußerte sich zunächst aber nicht zum Verfahren.