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Österreich: Mehrheit stimmt für Beibehaltung der Wehrpflicht ++ Ukraine: Timoschenko weist Mordvorwürfe zurück ++ Ägypten: Fünf Tote bei Krawallen in Kairoer Arbeiterviertel ++ Kolumbien: Farc-Rebellen kündigen Waffenstillstand auf

Mehrheit stimmt für Beibehaltung der Wehrpflicht

Die Österreicher haben am Sonntag in einer Volksbefragung für die Beibehaltung der Wehrpflicht gestimmt. Laut ersten Hochrechnungen, die kurz nach Schließung der Abstimmungslokale veröffentlicht wurden, votierten etwa 60 Prozent der Referendumsteilnehmer für die Beibehaltung des aktuellen Wehrdienstmodells. In Österreich werden jedes Jahr rund 22.000Wehrpflichtige für jeweils sechs Monate eingezogen.

Timoschenko weist Mordvorwürfe zurück

Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko hat Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurückweisen lassen, sie habe 1996 den Mord an einem Abgeordneten in Auftrag gegeben. Die Anschuldigungen seien „absurd“, sagte Timoschenkos Anwalt Sergej Wlassenko am Sonntag nach Angaben ukrainischer Medien. Die Verteidiger der Politikerin weigerten sich aus Protest gegen die Vorwürfe, ein offizielles Schreiben der Justiz in Kiew anzunehmen. Die Staatsanwaltschaft sieht es als bewiesen an, dass Timoschenko vor 17 Jahren den Befehl zur Ermordung von Jewgeni Schtscherban gegeben hat. Schtscherban und Timoschenko waren damals im Gasgeschäft tätig. Bei einem Schuldspruch droht der 52-Jährigen lebenslange Haft.

Fünf Tote bei Krawallen in Kairoer Arbeiterviertel

Bei Krawallen in einem Kairoer Arbeiterviertel sind am Wochenende mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das ägyptische Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Nach Angaben der unabhängigen Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ kam es am späten Sonnabendabend zum Gewaltausbruch in Schubra al-Cheima, nachdem die Polizei bei der Jagd nach einem Verbrecher einen unbeteiligten Anwohner erschossen hatte. Wie die staatliche Tageszeitung „Al-Ahram“ berichtete, blockierten wütende Anwohner daraufhin Straßen und versuchten, eine Polizeistation zu stürmen. Zwölf Menschen seien verletzt worden.

Farc-Rebellen kündigen Waffenstillstand auf

Die kolumbianischen Farc-Rebellen haben ihren einseitig erklärten Waffenstillstand aufgekündigt. „Mit schwerem Herzen“ kehre die Guerilla „in den Kriegszustand“ zurück, erklärte der Farc-Verhandlungsführer Iván Márquez am Sonntag vor weiteren Verhandlungen mit Kolumbiens Regierung in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Márquez rief die Regierung in Bogotá dazu auf, jetzt die Möglichkeit einer beiderseitigen Waffenruhe zu prüfen.