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Italien: Bunga-Bunga-Prozess wird im Wahlkampf fortgesetzt ++ Kaschmir: Indischer Armeechef droht mit Angriff auf Pakistan ++ Österreich: Haftstrafe für ehemaligen Innenminister Strasser

Bunga-Bunga-Prozess wird im Wahlkampf fortgesetzt

Der Sexprozess gegen den früheren italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi wird auch während des Wahlkampfes fortgesetzt. Ein Gericht in Mailand wies damit die Forderung von Berlusconis Anwälten zurück, das Verfahren bis zur Parlamentswahl Ende Februar zu unterbrechen. Die Anwälte hatten ihren Antrag damit begründet, dass die Mitte-rechts-Koalition des 76-Jährigen sonst mit Nachteilen rechnen müsse. Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Mario Monti wählt Italien am 24. und 25. Februar ein neues Parlament. Das Urteil im sogenannten Bunga-Bunga-Prozess wird vorher erwartet. Die Anklage lautet auf illegalen Sex mit minderjährigen Prostituierten sowie Amtsmissbrauch.

Indischer Armeechef droht mit Angriff auf Pakistan

Indien hat Pakistan mit Vergeltung gedroht, falls das Nachbarland in der geteilten Region Kaschmir erneut den Waffenstillstand verletzen sollte. „Indien behält sich das Recht vor, zu einer Zeit und an einem Ort seiner Wahl zurückzuschlagen“, sagte Armeechef Bikram Singh am Montag in Neu-Delhi. „Wir werden nicht passiv bleiben, wenn wir angegriffen werden.“ Die beiden Atommächte machten sich erneut gegenseitig für die Verletzungen des Waffenstillstands während der vergangenen Tage verantwortlich. Als Folge hatte jede Seite zwei tote Soldaten zu beklagen. Ein bilaterales Krisentreffen von Generälen an der Demarkationslinie in Kaschmir brachte keine Entspannung.

Haftstrafe für ehemaligen Innenminister Strasser

Der frühere österreichische Innenminister und Europaparlamentarier Ernst Strasser ist wegen Bestechlichkeit zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Wien sah es als erwiesen an, dass sich der Politiker der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) in einer Korruptionsaffäre im Europaparlament strafbar gemacht habe. Britische Journalisten hatten sich als Lobbyisten ausgegeben und in den Jahren 2010 und 2011 Gespräche mit Strasser gefilmt, in denen er für 100.000 Euro pro Jahr seinen Einfluss auf die Gesetzgebung zusagte. Strassers Anwalt sagte, Strasser habe von Anfang an Zweifel an den angeblichen Lobbyisten gehabt und vermutet, dass es sich um Geheimagenten handelte. Er habe sich auf deren Spiel eingelassen, um sie zu enttarnen.