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Frankreich: Hunderttausende zu Demos gegen Homo-Ehe erwartet ++ Israel: Bauplatz von Siedlung im Westjordanland besetzt ++ : Norwegen: Breivik-Untersuchung der Polizei abgebrochen

Hunderttausende zu Demos gegen Homo-Ehe erwartet

Am Sonntag findet in Paris eine Großdemonstration gegen die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen statt. Zu der Kundgebung erwarten die Veranstalter Medienberichten zufolge bis zu eine halbe Million Menschen, darunter auch Kirchenvertreter. Bereits im November hatten in Frankreich Hunderttausende gegen die Einführung der sogenannten Homo-Ehe demonstriert. Der frühere Premierminister François Fillon (UMP) rief am Freitag in einem in der Tageszeitung „Le Figaro“ veröffentlichten offenen Brief Staatspräsident François Hollande auf, kein Projekt zu erzwingen, das das Land „spaltet“. Am Donnerstag hatten sich erneut Kirchenvertreter gegen Eheschließungen oder Adoptionen homosexueller Paare ausgesprochen.

Bauplatz von Siedlung im Westjordanland besetzt

Etwa 250 Palästinenser und Beduinen haben am Freitag den möglichen Bauplatz einer geplanten israelischen Siedlung im Westjordanland besetzt. Sie errichteten ein Zeltlager im sogenannten Gebiet E1 und kündigten an, so lange dort auszuhalten, bis die palästinensischen Eigentümer des Landes Baugenehmigungen erhielten. Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte im November nach der Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat Pläne zum Bau der neuen Siedlung in dem Gebiet zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Admumim angekündigt. Die Palästinenser befürchten, die künftige Siedlung könne Pläne für eine Zwei-Staaten-Lösung in Nahost zunichtemachen.

Breivik-Untersuchung der Polizei abgebrochen

Die norwegische Polizei hat eine interne Untersuchung zu den Anschlägen des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik gestoppt und damit Unmut bei Hinterbliebenen ausgelöst. Offenbar wolle „niemals jemand aus den schweren Fehlern lernen“, die während der Anschläge im Juli 2011 gemacht worden seien, sagte Alf Vederhus, der Vater eines damals getöteten Jungen, der Zeitung „Dagsavisen“. Die Polizei hatte zuvor bekannt gegeben, dass die Untersuchung abgebrochen worden sei. Zwar habe die Polizei in ihrer Reaktion auf die Anschläge schwere Fehler gemacht. Es gebe aber keinen Beweis, dass dabei gegen Gesetze verstoßen wurde. Vederhus warf der Polizei vor, die Probleme beim Einsatz nicht ernst zu nehmen.