Außenpolitik

Frankreich greift mit Soldaten in den Konflikt in Mali ein

Frankreich unterstützt Mali mit Soldaten im Kampf gegen die islamistischen Rebellen.

– Der französische Staatspräsident François Hollande gab am Freitagabend in Paris bekannt, dass die Einheiten bereits am Nachmittag in dem westafrikanischen Krisenland eintrafen. Die Operation werde so lang dauern wie notwendig, sagte Hollande. Der Einsatz sei am Morgen mit dem malischen Interimspräsidenten Dioncounda Traoré vereinbart worden. Traoré hatte zuvor in einem Brief an Hollande und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon um Hilfe gebeten. Das französische Parlament soll sich am Montag mit dem Thema befassen.

„Frankreich wird bereit sein, die Offensive der Terroristen zu stoppen, falls sie weitergehen sollte“, hatte Hollande bereits zuvor betont. Dabei werde sein Land „streng im Rahmen der Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen handeln“, versicherte er. Alle Franzosen wurden aufgefordert, Mali zu verlassen, sofern ihre Anwesenheit nicht unabdingbar sei. Angesichts des Vormarsches der islamistischen Rebellen hatte der UN-Sicherheitsrat in New York am Donnerstag die schnelle Entsendung einer afrikanisch geführten Militärmission gefordert.

Die Europäische Union plant derzeit keinen Kampfeinsatz unter EU-Flagge in Mali. Deutschland schließt einen Kampfeinsatz der Bundeswehr in dem westafrikanischen Krisenstaat derzeit aus. Außenminister Guido Westerwelle rief in Berlin dazu auf, die politischen Bemühungen für ein Ende der Krise nochmals zu verstärken. „Eine allein militärische Lösung wird es nicht geben.“ Das Verteidigungsministerium widersprach einem Bericht der Zeitung „Le Figaro“, wonach sich bereits deutsche Soldaten in Mali aufhalten. Nach Angaben aus Regierungskreisen könnte es sich dabei allenfalls um Deutsch sprechende Angehörige der Fremdenlegion handeln.

( dpa )