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Formeller Akt

Stabwechsel Sechzehn Jahre nach dem SPD-Politiker Gerhard Glogowski übernimmt an diesem Dienstag mit Uwe Schünemann (CDU) wieder ein niedersächsischer Ressortchef den Vorsitz der Innenministerkonferenz. Der eigentlich rein formelle Akt soll in diesem Jahr zum Landtagswahlkampf fototauglich zelebriert werden: Im Landtag in Hannover wird Schünemann, der seit 2003 Innenminister in Niedersachsen ist und als Hardliner gilt, offiziell den Staffelstab von seinem Vorgänger Lorenz Caffier (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern übernehmen.

Unsicherheit Sollte die CDU jedoch bei der Wahl am 20. Januar ihre Regierungsmehrheit verlieren, müsste Schünemann diesen Stab gleich wieder an den SPD-Politiker Boris Pistorius weiterreichen. Der bisherige Oberbürgermeister von Osnabrück würde dann die Innenministerkonferenz leiten und bundespolitische Akzente setzen können. So will es jedenfalls der niedersächsische SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil im Falle eines Sieges der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl.