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Linke: Fraktionschef Gregor Gysi als einziger Spitzenkandidat ++ Frankreich: Milliardenprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen ++ Venezuela: Unklarkeit über Chavez` Gesundheitszustand

Fraktionschef Gregor Gysi als einziger Spitzenkandidat

Linke-Fraktionschef Gregor Gysi soll nach einem „Spiegel“-Bericht alleiniger Spitzenkandidat seiner Partei bei der Bundestagswahl werden. Dem 64-Jährigen solle ein vierköpfiges Team mit den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, Parteichefin Katja Kipping und dem stellvertretenden Parteivorsitzenden Jan van Aken zur Seite gestellt, hieß es unter Berufung auf Parteikreise. Ein Linke-Sprecher wollte das weder bestätigen noch dementieren. Die Parteivorsitzenden Kipping und Bernd Riexinger würden nach der Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar einen Vorschlag zur Spitzenkandidatur machen.

Milliardenprogramm zur Schaffung von Arbeitsplätzen

Mit einem zwei Milliarden Euro schweren Hilfsprogramm will Frankreichs Regierung mehr Jobs schaffen und so die steigende Arbeitslosigkeit im Land bekämpfen. Die Mittel würden aus anderen Budgets abgezogen, sagte Haushaltsminister Jerome Cahuzac am Sonntag dem Hörfunksender Europe 1. Weder die Staatsverschuldung noch die Steuern würden erhöht. Die Arbeitslosigkeit ist in Frankreich auf den höchsten Stand seit 15 Jahren geklettert. Vor allem der Verlust von Industriearbeitsplätze macht dem Land zu schaffen. Präsident Francois Hollande hat für dieses Jahr die Wende versprochen. Drei Viertel der Franzosen trauen Umfragen zufolge ihrem Präsidenten jedoch nicht mehr zu, das Problem zu lösen.

Unklarkeit über Chavez` Gesundheitszustand

Wenige Tage vor der geplanten Vereidigung von Hugo Chávez für eine neue Amtszeit hat am Sonntag weiter Unklarheit über den Gesundheitszustand des venezolanischen Staatschefs geherrscht. Der krebskranke Chávez werde auch nach dem 10. Januar Präsident bleiben, daran gebe es keinen Zweifel, versicherte Parlamentspräsident Diosdado Cabello. Er warf der venezolanischen Opposition vor, einen „Staatsstreich“ vorzubereiten. Die Opposition hatte gefordert, dass Chávez eine vorübergehende Auszeit nehmen müsse, wenn sein Gesundheitszustand verhindere, dass er den Amtseid ablegen könne. Chávez leidet nach seiner jüngsten Krebsoperation an einer Lungenentzündung sowie unter „Atembeschwerden“, wie am Donnerstag offiziell mitgeteilt wurde.