Meldungen

PolitikNews II

Polen: 1,4 Millionen Menschen besuchen Auschwitz ++ Pakistan: Bloggerin Malala erholt sich mit ihren Eltern ++ Irak: Tausende demonstrieren gegen Staatschef al-Maliki ++ Ungarn: Gericht stoppt Wählerregistrierung

1,4 Millionen Menschen besuchen Auschwitz

Die Gedenkstätte Auschwitz hat im vergangenen Jahr erneut einen Besucherrekord verzeichnet. Mehr als 1,4 Millionen Menschen besuchten das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, das weltweit zu einem Symbol des nationalsozialistischen Massenmords an den europäischen Juden wurde. Das teilte ein Sprecher der Gedenkstätte am Freitag mit. „Auschwitz ist zu einem wesentlichen Ort der Erinnerung in Europa geworden“, sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. Besonders stark habe im vergangenen Jahr die Zahl der Besucher aus den USA und Kanada zugenommen. Aber auch aus Deutschland, Großbritannien und Israel gab es wie schon in den Vorjahren steigende Besucherzahlen.

Bloggerin Malala erholt sich mit ihren Eltern

Drei Monate nach dem Taliban-Anschlag auf die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai ist die 15-Jährige aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Jugendliche habe das Queen-Elizabeth-Krankenhaus im zentralenglischen Birmingham verlassen und werde sich nun in der Bleibe ihrer Familie in England weiter ambulant betreut, so das Krankenhaus am Freitag. In den vergangenen Wochen habe sie regelmäßig ihre Eltern und Brüder besucht. Ende Januar oder Anfang Februar werde Malala sich aber einer Operation zur Rekonstruktion ihres Schädels unterziehen müssen. Malala war Anfang Oktober in Pakistan im Schulbus von zwei Taliban-Kämpfern angegriffen und von Kugeln in Kopf und Schulter getroffen worden. Malala hatte vor drei Jahren damit begonnen, auf einer Blog-Seite des britischen Senders BBC über Gräueltaten der Taliban im Swat-Tal zu schreiben.

Tausende demonstrieren gegen Staatschef al-Maliki

Im Irak sind am Freitag erneut Tausende Demonstranten auf die Straße gegangen, um Reformen und die Freilassung unschuldiger Häftlinge zu fordern. Große Kundgebungen gab es in den Städten Ramadi, Tikrit, Samarra, Mossul und Kirkuk. Die meisten der Demonstranten waren arabische Sunniten. Ihre Kritik galt vor allem dem schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. In Mossul riefen die Demonstranten den bekanntesten Slogan des „arabischen Frühlings“: „Das Volk will den Sturz des Regimes.“

Al-Maliki warnte die Demonstranten am Freitag vor „ausländischen Mächten, die versuchten, das Land zu spalten und Gewalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen zu provozieren“.

Gericht stoppt Wählerregistrierung

Das ungarische Verfassungsgericht hat die neu eingeführte und umstrittene obligatorische Wählerregistrierung aufgehoben. Die Vorschrift, dass sich wahlwillige Bürger bis maximal zwei Wochen vor den Wahlen am Gemeindeamt anmelden müssen, sei verfassungswidrig, stellten die Höchstrichter fest. „Die Registrierungspflicht schränkt das Wahlrecht auf unbegründete Weise ein“, befanden sie auf ihrer öffentlichen Sitzung am Freitag in Budapest. Die Parlamentswahlen stehen in Ungarn im Frühjahr 2014 an. Der Fraktionschef der Regierungspartei Fidesz (Bund Junger Demokraten), Antal Rogan, erklärte unmittelbar nach Bekanntwerden des Urteils: „2014 wird es keine Wählerregistrierung geben.“