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Spanien: Erwerbsloser zündet sich aus Verzweiflung an ++ Birma: Vereinte Nationen verurteilen Luftangriffe gegen Rebellen ++ Pakistan: Taliban-Anführer Nazir von US-Drohnen getötet

Erwerbsloser zündet sich aus Verzweiflung an

Im spanischen Málaga hat sich ein verzweifelter Arbeitsloser auf offener Straße mit Benzin übergossen und angezündet. Laut Augenzeugen sagte der 57-Jährige, er habe nicht einmal genügend Geld für Lebensmittel. Wie die Tageszeitung „El País“ berichtete, wurde der schwer verletzte Familienvater mit Verbrennungen dritten Grades in ein Krankenhaus der Hafenstadt eingeliefert. Insgesamt habe er Brandverletzungen an 80 Prozent der Hautoberfläche erlitten. Spanischen Psychiatrieverbänden zufolge steht ein Drittel der Suizide in Spanien im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise.

Vereinte Nationen verurteilen Luftangriffe gegen Rebellen

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die Luftangriffe der birmanischen Armee gegen die Rebellen der Kachin-Minderheit verurteilt. Das Militär müsse die Attacken stoppen und eine faire und nachhaltige Lösung für den Konflikt finden, erklärte Ban in New York. Nach Aussage eines UN-Sprechers werden Birmas Autoritäten zudem aufgefordert, von sämtlichen Aktionen abzulassen, die das Leben von Zivilisten weiter gefährdeten und den Konflikt anheizten. Auch das US-Außenministerium äußerte sich besorgt.

Taliban-Anführer Nazir von US-Drohnen getötet

Bei zwei US-Drohnenangriffen im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan sind Geheimdienstkreisen zufolge 13 Menschen getötet worden. Darunter ist demnach auch der örtliche Taliban-Anführer Maulawi Nazir, dessen Tod zum Streitfall zwischen Washington und Islamabad werden könnte: Nazir ließ US-Streitkräfte in Afghanistan angreifen, hatte aber mit den pakistanischen Streitkräften einen Waffenstillstand geschlossen. Er zählte zu neun Personen, die in einem Haus in dem Dorf Angoor Adda in der Stammesregion Südwaziristan von Raketen einer Drohne getötet wurden.