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Afghanistan-Einsatz: Mindestens 1000 deutsche Soldaten bleiben ++ Sterbehilfe: Bischof Lehmann gegen „organisierte Suizidhilfe“ ++ Stasi-Unterlagen: 2012 deutlich mehr Anträge auf Akteneinsicht

Mindestens 1000 deutsche Soldaten bleiben

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus rechnet damit, dass auch nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 noch mindestens 1000 deutsche Soldaten in Afghanistan bleiben. „Das ist eine Entscheidung des Deutschen Bundestages auf Grundlage eines Antrages der Bundesregierung. Die genannte Zahl erscheint mir jedoch nicht zu groß“, sagte er. Er pochte darauf, dass die ab 2015 geplante Ausbildungsmission ausreichend geschützt wird. Derzeit sind 4300 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert. Im Januar will der Bundestag ein Mandat beschließen, das eine Reduzierung auf 3300 Soldaten vorsieht.

Bischof Lehmann gegen „organisierte Suizidhilfe“

Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann hat sich zum Jahreswechsel erneut gegen Sterbehilfe ausgesprochen. „Wir wollen eine klare und eindeutige Absage an jede Form der organisierten Suizidhilfe“, sagte Lehmann in seiner Silvesterandacht im Mainzer Dom. Wer aus psychischen oder anderen Gründen keinen Sinn mehr im Leben sehe, benötige Hilfe zum Leben und nicht zum Sterben. Gleichzeitig kritisierte der Mainzer Bischof die Familienpolitik. Der Ausbau von Kindertagesstätten sei ungenügend.

2012 deutlich mehr Anträge auf Akteneinsicht

Auch 23 Jahre nach dem friedlichen Umsturz in der DDR bleibt das Interesse an den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit ungebrochen hoch. 2012 gingen mehr Anträge auf Akteneinsicht bei der Stasi-Unterlagen-Behörde ein als im Jahr zuvor. Bis Ende November hatten sich 84.743 Bürger gemeldet, 2011 waren es nur 80.611 Anträge, wie eine Behördensprecherin der „Berliner Zeitung“ sagte. Auch die Zahl der Stasi-Überprüfungen im öffentlichen Dienst wuchs. Gab es 2011 nur 210 solcher Ersuchen, so waren es bis Ende November 2012 schon 311.