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Verschwundene Kinder

Missstände Im Januar 2012 ergab eine Studie des Deutschen Jugendinstituts, dass es bei zahlreichen Betreibern von Babyklappen und Angeboten zur anonymen Geburt Missstände gibt. Die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums verschickten Fragebögen wurden von 20 Prozent der angeschriebenen Träger nicht beantwortet. Die anderen Träger konnten zu etwa 200 der seit 1999 insgesamt 973 anonym aufgefundenen Kinder keine Angaben über deren Verbleib machen. Das sorgte für Aufsehen.

Kooperation Defizite stellte die Studie auch insofern fest, als manche Betreiber die Kinder erst verspätet oder gar nicht an staatliche Stellen meldeten. Einige Betreiber bekamen zudem Vormundschaften über die Kinder und fungierten als Adoptionsvermittlungsstellen. Viele der für die Studie befragten Jugendämter bezeichneten die Kooperation mit den Betreibern als unzureichend. Zudem wurde die Vermutung bestätigt, dass anonyme Angebote wie die Babyklappen gar nicht jene Frauen erreichen, die Gefahr laufen, ihr Kind nach der Geburt in Panik zu töten.