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Türkei: Deutsches Patriot-Kontingent ist bald einsatzbereit ++ Irak: Präsident Talabani fällt ins Koma ++ Südafrika: Zuma bleibt Chef des Nationalkongresses ++ Niederlande: Strafgerichtshof spricht Kongolesen frei

Deutsches Patriot-Kontingent ist bald einsatzbereit

Das zum Einsatz an der türkisch-syrischen Grenze vorgesehene Flugabwehrraketensystem Patriot soll nach dem Willen des deutschen Kontigentführers Oberst Marcus Ellermann Anfang Februar einsatzbereit sein. Zwei Patriot-Staffeln mit insgesamt 170 Soldaten und jeweils sechs Raketenabschussrampen sollen vom 23.Dezember an in die Türkei verlegt werden. Das deutsche Mandat für den Einsatz in der Türkei ist auf 400 Soldaten begrenzt und umfasst neben den Patriot-Soldaten weitere Unterstützungstruppen.

Präsident Talabani fällt ins Koma

Der irakische Präsident Dschalal Talabani (79) ist nach einem Schlaganfall ins Koma gefallen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Sumeria News war er zuvor als Notfall in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Bagdad gebracht worden. Talabani hat bereits seit einigen Jahren gesundheitliche Probleme. Im vergangenen Sommer hatte sich der kurdische Politiker in Deutschland ärztlich behandeln lassen. Talabani ist der Chef der Patriotischen Union Kurdistans, die vor allem in der nördlichen Stadt Suleimanija viele Anhänger hat.

Zuma bleibt Chef des Nationalkongresses

Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist wieder zum Vorsitzenden des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) gewählt worden. Zuma habe bei der Abstimmung 2983 Stimmer bekommen, verkündete die Wahlkommission auf dem ANC-Parteitag in Mangaung. Zumas Herausforderer, Vizepräsident Kgalema Motlanthe, erhielt demnach 991 Stimmen. Als ANC-Chef wird Zuma auch für eine zweite Amtszeit als Staatspräsident kandidieren. Dank der Treue der schwarzen Wähler scheint der Machterhalt der 100 Jahre alten Organisation und damit die Wiederwahl Zumas 2014 sicher zu sein. Der ANC dominiert Südafrikas Politik seit Ende des rassistischen Apartheidsystems 1994.

Strafgerichtshof spricht Kongolesen frei

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat den kongolesischen Rebellenkommandeur Ngudjolo Chui aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Die Ankläger hatten ihm Kriegsverbrechen an Zivilisten vor knapp zehn Jahren vorgeworfen. Der Vorsitzende Richter Bruno Cotte sagte, es gebe keinen Zweifel, dass die Verbrechen stattgefunden hätten. Die Ankläger hätten aber nicht beweisen können, dass Ngudjolo dafür verantwortlich sei. Der Freispruch bedeute nicht zwangsläufig, dass die Richter von seiner Unschuld überzeugt seien.