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Anschlagsversuch in Bonn: Regierung warnt vor Überreaktionen ++ Linkspartei: Neskovic tritt nach Zoff aus Fraktion aus

Regierung warnt vor Überreaktionen

Nach dem Fund eines Sprengsatzes im Bonner Hauptbahnhof warnt die Bundesregierung vor Überreaktionen. Es gebe keine Hinweise auf eine besondere Terrorgefahr etwa auf Weihnachtsmärkten, betonte das Innenministerium am Donnerstag in Berlin. Die beiden Bonner Tatverdächtigen waren auch drei Tage nach dem Bombenalarm noch nicht gefasst. Die Ermittler gehen von einem versuchten Anschlag aus – ob aber Terroristen dahinterstecken, wissen sie noch nicht. Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), vermutet durchaus einen terroristischen Hintergrund.

Neskovic tritt nach Zoff aus Fraktion aus

Der Rechtsexperte Wolfgang Neskovic hat nach internen Querelen die Linke-Fraktion im Bundestag verlassen. Er werde als unabhängiger Kandidat versuchen, sein 2009 im Brandenburger Wahlkreis Cottbus-Spree-Neiße gewonnenes Direktmandat zu verteidigen, kündigte der 64-Jährige am Donnerstag in Berlin an. Als Grund für seinen Rückzug nannte Neskovic „Unwahrheiten und Intrigen“ aus den eigenen Reihen. Neskovic war zwischen 2002 und 2005 Richter am Bundesgerichtshof. 1995 war das langjährige SPD-Mitglied zu den Grünen gewechselt. Im Jahr 2005 zog er schließlich als Parteiloser für die Linken in den Bundestag ein.