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Syrien: Zahlreiche Tote bei Beschuss von Alawiten-Dorf ++ Nordkorea: Pjöngjang entfernt fehlerhafte Rakete ++ China: Tibetisches Mädchen zündet sich selbst an ++ Frankreich: Nazi-Jäger Michel Slitinsky mit 87 Jahren gestorben

Zahlreiche Tote bei Beschuss von Alawiten-Dorf

Beim Beschuss eines von Alawiten bewohnten Dorfes im Norden Syriens hat es am Dienstag zahlreiche Opfer gegeben. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter meldete, in dem Dorf Aqrab in der Provinz Hama seien mindestens 125 Menschen getötet oder verletzt worden. Auch der syrische Präsident Baschar al-Assad gehört zur religiösen Minderheit der Alawiten. Genauere Angaben über den Vorfall lagen zunächst nicht vor. Lokale Oppositionsgruppen sprachen sogar von bis zu 200 Toten. Berichte aus Syrien sind nur schwer unabhängig zu überprüfen.

Pjöngjang entfernt fehlerhafte Rakete

Einen Tag nach Verlängerung des Startfensters für seine umstrittene Weltraumrakete hat Nordkorea nach Medienberichten den Flugkörper wieder von der Abschussrampe geholt. Militärs in Südkorea vermuteten, dass technische Fehler an der Rakete behoben werden sollten, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag. Es werde nach wie vor davon ausgegangen, dass das kommunistische Nachbarland an seinen Plänen zum Start der Rakete in diesem Monat festhalte. Auf Satellitenbildern sei zu erkennen, dass die drei Stufen der Unha-3-Rakete in eine Montagehalle gebracht worden seien.

Tibetisches Mädchen zündet sich selbst an

Ein 17-jähriges tibetisches Mädchen hat sich nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über Tibet selbst angezündet. Sie starb, wie die in Washington ansässige Organisation International Campaign for Tibet berichtete. Es war das insgesamt achte tibetische Kind, das sich selbst anzündete. Vier von ihnen starben. Die steigende Zahl an Selbstverbrennungen sei ein Zeichen für die wachsende Verzweiflung der Tibeter. Seit Februar 2009sollen sich schon mehr als 90 Menschen in Tibet selbst verbrannt haben.

Nazi-Jäger Michel Slitinsky mit 87 Jahren gestorben

Michel Slitinsky brachte den Nazi-Kollaborateur Maurice Papon hinter Gitter – jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben. Michel Slitinsky war maßgeblich für die Verurteilung Papons verantwortlich. Der Sohn jüdischer Einwanderer aus der Ukraine hatte Beweismaterial gegen Papon gesammelt und trug so dazu bei, dass Papon 1998 zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Als Generalsekretär der Präfektur von Bordeaux hatte Papon Befehle zur Verhaftung und Deportation von mehr als 1500 Juden unterzeichnet.