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Ukraine: Präsident nominiert Vertrauten als Premier ++ Russland: Keine Kehrtwende in Syrien-Politik ++ Frankreich: Separatisten sprengen Ferienhäuser auf Korsika ++ Rumänien: Partei von Ministerpräsident Ponta gewinnt Wahl

Präsident nominiert Vertrauten als Premier

Sechs Wochen nach der Parlamentswahl in der Ukraine hat Präsident Viktor Janukowitsch den amtierenden Regierungschef und Parteifreund Nikolai Asarow erneut für das Amt des Premiers nominiert. Das teilte der Pressedienst des Staatschefs am Sonntag in Kiew mit. Die Zustimmung des Parlaments, das an diesem Mittwoch zur ersten Sitzung zusammenkommt, gilt als sicher. Der 64Jahre alte Asarow ist als loyaler Weggefährte von Janukowitsch bekannt, dessen Rivalin Julia Timoschenko eine umstrittene Haftstrafe verbüßt.

Keine Kehrtwende in Syrien-Politik

Russland ist Spekulationen über eine Kehrtwende in seiner Syrien-Politik entgegengetreten. Sein Land führe keine Gespräche über die Zukunft von Präsident Baschar al-Assad, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Priorität habe das Ende der Kämpfe, nicht die Diskussion über das Schicksal eines Mannes. Russland hat im UN-Sicherheitsrat ein schärferes Vorgehen gegen Assad verhindert. Die Spekulationen waren hochgekocht, nachdem Lawrow mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton und dem Syrien-Sondergesandten Lakhdar Brahimi über die Lage in Syrien beraten hatte.

Separatisten sprengen Ferienhäuser auf Korsika

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika haben Unbekannte zahlreiche Ferienhäuser in die Luft gesprengt. Die Polizei zählte in der Nacht zum Samstag 24 Explosionen in vielen Regionen der Insel, wie französische Rundfunksender berichteten. Die Anschläge werden korsischen Separatisten zugeschrieben, zunächst bekannte sich aber niemand dazu. Es gab keine Verletzten, da nur leere Häuser oder Neubauten attackiert wurden.

Partei von Ministerpräsident Ponta gewinnt Wahl

Bei den Parlamentswahlen in Rumänien hat die Sozialliberale Union (USL) von Ministerpräsident Victor Ponta offenbar einen klaren Sieg errungen. Zwei Hochrechnungen vom Sonntag zufolge kam die regierende USL auf 57 Prozent der Stimmen. Sie war als Favorit in die Wahl gegangen. Rund 18,3 Millionen Bürger des wirtschaftlich angeschlagenen Landes waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Ponta liefert sich seit Monaten einen Machtkampf mit Präsident Traian Basescu, den er im Sommer trotz internationaler Kritik vergeblich versuchte, aus dem Präsidentenamt zu heben.