Militär

US-Kriegsschiffe sollen Raketenstart in Nordkorea verfolgen

Die USA und andere Länder in der Region Asien-Pazifik bereiten sich mit Hochdruck auf den umstrittenen Raketenstart in Nordkorea vor.

Washington sieht in dem Start einer Weltraumrakete den getarnten Test einer Atomrakete. Die US-Marine will in der Region stationierte Kriegsschiffe in Position bringen, um den Start zu verfolgen. Die Marine bewege Schiffe, „sodass wir die beste Wahrnehmung der Situation haben“, sagte der Befehlshaber des US-Pazifikkommandos, Admiral Samuel Locklear, am Donnerstag (Ortszeit) dem Pentagon zufolge.

Japans Verteidigungsminister Satashi Morimoto erteilte am Freitag den Befehl, die Rakete zu zerstören, sollte sie auf japanisches Territorium zu fallen drohen. Die südkoreanischen Streitkräfte würden die Lage um den Raketenstart im Nachbarland genau beobachten und entsprechende Vorbereitungen treffen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Seoul. Details wurden nicht genannt.

Während Nordkorea von einem Satellitenstart spricht, gehen Japan, die USA, Südkorea und andere Länder davon aus, dass erneut die Technologie für eine Interkontinental-Atomrakete getestet werden soll. Als Startfenster nannte das kommunistische Regime in Pjöngjang die Zeit vom 10. bis 22. Dezember.

Unterdessen berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap, dass der vor einem Jahr verstorbene frühere nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il auch im Jenseits nicht auf seine Yacht verzichten muss. Das Land ließ das Schiff unter großem Aufwand in das Mausoleum der Herrscherfamilie bringen. Anlass sind Vorbereitungen für die Feiern zum ersten Todestag des „Geliebten Führers“. Er war am 17. Dezember 2011 gestorben. Seitdem steht sein Sohn Kim Jong-un an der Spitze des kommunistischen Staates. Für den Transport mussten den Angaben zufolge Stromleitungen entfernt, eine Bahnlinie verlegt und Teile der Mausoleumsmauer eingerissen werden. In dem Mausoleum liegt bereits der einbalsamierte Staatsgründer Kim Il-sung.