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NSU: Opfer-Anwalt kritisiert intransparentes Verfahren ++ CSU: Seehofer warnt vor Machtkampf um Nachfolge

Opfer-Anwalt kritisiert intransparentes Verfahren

Nach der Anklageerhebung im NSU-Terrorkomplex beklagt ein Berliner Anwalt der Angehörigen von Opfern die Intransparenz des Verfahrens. Aus unersichtlichen Gründen seien große Teile der Anklage als vertraulich eingestuft, würden also unter Verschluss gehalten, sagte der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler. „Diese Art von Geheimhaltung habe ich in meiner bisherigen Praxis noch nicht erlebt.“ Daimagüler vertritt Angehörige von drei türkischen Männern, die von der Neonazi-Terrorzelle NSU ermordet worden sein sollen. Insgesamt werden der Gruppe zehn Morde zur Last gelegt.

Seehofer warnt vor Machtkampf um Nachfolge

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer warnt vor einem Machtkampf um seine Nachfolge. Diese Frage solle „nicht im Konflikt, sondern im Einvernehmen“ gelöst werden, sagte er dem „VBW-Unternehmermagazin“. Er fügte hinzu: „Streit wird nicht goutiert – das sollte die CSU für alle Zeiten bedenken.“ Der Ministerpräsident hatte bereits im September angekündigt, er werde im Falle seiner Wiederwahl 2013 die gesamte Legislaturperiode im Amt bleiben. Im Jahr 2018 sei aber definitiv „Schluss“, machte er klar.