Truppenabzug

Kongolesische Rebellen beginnen Rückzug aus Goma

Anderthalb Wochen nach ihrem Einmarsch in Goma haben kongolesische Rebellen am Sonnabend damit begonnen, sich aus der Provinzhauptstadt zurückzuziehen.

Rebellen der M23 („Bewegung des 23. März“) verließen die Stadt am Vormittag auf den Ladeflächen mehrerer Lastwagen, berichteten Augenzeugen. Einer der Anführer der M23, Sultani Makenga, bestätigte die Absicht, sich vollständig zurückzuziehen, bei einer Übergabezeremonie in Goma. 100 Rebellen sollten aber am Flughafen stationiert bleiben.

Die Rebellen haben zugesagt, in die gut 20 Kilometer entfernte Stadt Kibumba abzuziehen. In Goma soll eine regionale Eingreiftruppe gemeinsam mit kongolesischer Armee und UN-Blauhelmen die Kontrolle übernehmen. Die kongolesische Regierung von Präsident Joseph Kabila hat im Gegenzug Gespräche mit den Rebellen in Aussicht gestellt.

Die britische BBC berichtete, die Rebellen hätten vor ihrem Abzug versucht, Waffen aus einem Depot am Flughafen der Stadt in ihre Gewalt zu bringen. UN-Soldaten hätten sie jedoch daran gehindert. Unbestätigt blieben Gerüchte, nach denen die Rebellen bis zu 50 Millionen Dollar aus einer Filiale der Zentralbank gestohlen haben sollen. In den vergangenen Tagen sollen sie zudem zahlreiche Gebäude geplündert haben. Bewohner hatten sich aus Angst vor möglicher Gewalt in ihren Häusern versteckt. Der Rückzug der Rebellen ist das Ergebnis regionaler Friedensgespräche in Ugandas Hauptstadt Kampala.