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Afghanistan: Tote durch neuen US-Drohnenangriff ++ Mexiko: Gewalt zum Amtsantritt des neuen Präsidenten ++ Al-Qaida: Türkischstämmiger Terrorist klagt gegen Ausweisung ++ Kuba: Kubaner können billiger in die USA telefonieren

Tote durch neuen US-Drohnenangriff

Bei einem US-Drohnenangriff sind in Pakistan in der Nähe der Grenze zu Afghanistan am Sonnabend mindestens drei Menschen getötet worden. Zwei Raketen hätten ein Fahrzeug im Stammesgebiet Südwaziristan getroffen, teilte ein pakistanischer Regierungsvertreter mit. Unter den Toten soll sich auch der Al-Qaida-Kämpfer Abdul Rehman al-Zaman Yemeni befunden haben. Erst am Donnerstag waren bei einem Drohnenangriff in Südwaziristan zwei Menschen getötet worden. Pakistan hat immer wieder gegen diese Lufteinsätze der US-Streitkräfte gegen Aufständische protestiert.

Gewalt zum Amtsantritt des neuen Präsidenten

Vor der Vereidigung des neuen mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto hat es am Sonnabend in Mexiko-Stadt gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben, bei denen fünf Polizisten verletzt wurden. An einer Protestveranstaltung vor dem Parlamentsgebäude beteiligten sich rund 500 Demonstranten. Aus der Menge wurden Rauchbomben und Molotowcocktails geworfen, die Polizei setzte Tränengas ein. Ein Polizist wurde nach Polizeiangaben von einem Stein ins Gesicht getroffen, zwei andere wurden durch Molotowcocktails verletzt. Die beiden übrigen Beamten hatten offenbar unter dem eingesetzten Tränengas zu leiden.

Türkischstämmiger Terrorist klagt gegen Ausweisung

Das Verwaltungsgericht Stuttgart entscheidet am Montag über die Klage eines wegen Unterstützung der Terrororganisation al-Qaida verurteilten türkischstämmigen Mannes gegen seine Ausbürgerung. Wie das Gericht mitteilte, war der 1978 in Sindelfingen als türkischer Staatsangehöriger geborene Mann 2006 eingebürgert worden. Zuletzt war er bei Daimler als Lackierer in Malaysia beschäftigt. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland 2009 wurde er festgenommen und vom Oberlandesgericht Koblenz wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt, worauf die Einbürgerung rückwirkend zurückgenommen wurde. Das wollte der Mann nicht akzeptieren.

Kubaner können billiger in die USA telefonieren

Diese Nachricht dürfte auf Kuba für Freude sorgen: Der Staatsrat hob nach einer am Freitagabend (Ortszeit) verbreiteten Mitteilung eine vor zwölf Jahren eingeführte Sondersteuer von zehn Prozent wieder auf. Ziel sei es, internationale Ferngespräche zu erleichtern und die Kommunikation zwischen den Kubanern auf der Insel und denen im Ausland zu verbessern, wurde erklärt. Die Sondersteuer war vom damaligen Staatschef Fidel Castro eingeführt worden, nachdem die USA Gelder beschlagnahmt hatten, die US-Telefongesellschaften Kuba schuldeten. Sein Bruder und Nachfolger Raúl Castro hatte in den vergangenen Jahren immer wieder verschiedene zaghafte Reformschritte eingeleitet und den Menschen unter anderem den Besitz von Mobiltelefonen erlaubt.