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Das Insolvenzverfahren

Anlaufstellen Wer seine Schulden nicht mehr aus eigener Kraft zurückzahlen kann, sollte schnellstmöglich eine seriöse Schuldnerberatung aufsuchen. Auf schuldnerberatung-berlin.de gibt es eine Liste mit Anlaufstellen in allen Berliner Bezirken. Die Beratung ist immer kostenlos.

Vergleich Wenn es beim Schuldner noch einen finanziellen Spielraum gibt, versuchen die Berater zunächst einen Vergleich mit den Gläubigern. Dafür muss der Betroffene alle Außenstände auflisten und sich verpflichten, keine neuen Schulden zu machen.

Zwangseinigung Scheitert der Vergleich, kommt es zum Verbraucherinsolvenzverfahren. Also zu einer Art Zwangseinigung zwischen Schuldnern und Gläubigern. Der Schuldner bekommt einen Treuhänder zugewiesen, der alle Forderungen auflistet und das pfändbare Vermögen sowie Einkommen einzieht – sofern das monatliche Einkommen ausreicht, um einen Teil davon zu pfänden. Der Betrag ergibt sich aus einer Pfändungstabelle, die auch die jeweiligen Familienverhältnisse des Betroffenen berücksichtigt. Marinus Wertmüller, Schuldner- und Insolvenzberater der Verbraucherzentrale in Berlin: „Wenn der Schuldner bereit ist mitzuarbeiten, bekommen wir ihn in sechs Jahren schuldenfrei.“