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China: Neuer KP-Chef warnt vor Zusammenbruch des Staates ++ Italien: Polizei fasst Erpresser von Silvio Berlusconi ++ Simbabwe: 88-jähriger Autokrat Mugabe will weiterregieren ++ Russland: Präsident Putin rettet Kalaschnikow-Hersteller

Neuer KP-Chef warnt vor Zusammenbruch des Staates

Der neue chinesische KP-Chef Xi Jinping hat seine Partei vor dem Machtverlust als Folge ausufernder Korruption gewarnt. Die Kommunisten riskierten Unruhen und den Zusammenbruch ihrer Herrschaft, sagte Xi Zeitungsberichten zufolge vor dem Politbüro. Soziale Unruhen und der Zusammenbruch von Regierungen in verschiedenen Ländern seien immer auch von der Korruption verursacht worden. Am Ende stünden der Machtverlust für die Kommunisten und der Zusammenbruch des Staates.

Polizei fasst Erpresser von Silvio Berlusconi

Die italienische Polizei hat sechs Personen wegen versuchter Erpressung des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi festgenommen. Sie sollen von Berlusconi 35 Millionen Euro für Dokumente verlangt haben, die ihm angeblich in einem Rechtsstreit nützlich sein könnten. Wie der Chef der Mailänder Polizeiinspektion, Alessandro Giuliano, berichtete, nahmen drei von ihnen im vorigen Monat Berlusconis Finanzchef Giuseppe Spinelli elf Stunden lang als Geisel. Den Chef der Bande identifizierte die Polizei später an seinen Turnschuhen in Rot und Schwarz – den Farben seines Lieblingsvereins, von Berlusconis Fußballklub AC Milan.

88-jähriger Autokrat Mugabe will weiterregieren

Simbabwes Präsident Robert Mugabe will auch nach 32 Jahren an der Macht weiter sein Land dominieren. Seine Partei Zanu-PF wird den 88 Jahre alten Autokraten dem staatlichen Radio zufolge wieder als Spitzenkandidat nominieren. Mugabe führte das einstmals reiche Land in Südostafrika wirtschaftlich in den Ruin. Seit 2009 gibt es eine „Regierung der nationalen Einheit“ mit der Opposition MDC. Seither hat sich das Land leicht erholt. Wahlen werden 2013 erwartet.

Präsident Putin rettet Kalaschnikow-Hersteller

Russlands Präsident Wladimir Putin treibt den Umbau des finanziell angeschlagenen Herstellers des berühmten Sturmgewehrs Kalaschnikow in ein modernes Unternehmen voran. Eine Fusion des Gewehrbauers Ischmasch mit der Waffenschmiede Ischmech unter dem neuen Firmennamen Kalaschnikow sei eine ernsthafte Möglichkeit, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge. Der neue Konzern soll demnach unter dem Dach der russischen Staatsholding Rostechnologii entstehen.