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Asean: Gipfeltreffen verabschiedet Menschenrechtserklärung ++ Sierra Leone: Friedliche Präsidentenwahl in westafrikanischem Staat ++ Tunesien: Zweiter inhaftierter Salafist stirbt nach Hungerstreik ++ Ägypten: Papst der koptischen Christen in Amt eingeführt

Gipfeltreffen verabschiedet Menschenrechtserklärung

Auf ihrem Gipfeltreffen in Kambodscha hat die südostasiatische Staatengemeinschaft Asean eine Erklärung zum Schutz der Menschenrechte verabschiedet. Das teilten Teilnehmer des Treffens in Phnom Penh mit. Das noch unveröffentlichte Dokument gilt als höchst umstritten. Menschenrechtler kritisieren, es erlaube zu viele Einschränkungen und bleibe unterhalb internationaler Standards. Demnach ist es den jeweiligen Ländern erlaubt, die Rechte von Menschen entsprechend zu beschneiden, wenn die nationale Sicherheit es erfordert. Die schlimmsten Befürchtungen seien wahr geworden, sagte Phil Robertson von der Organisation Human Rights Watch.

Friedliche Präsidentenwahl in westafrikanischem Staat

In Sierra Leone haben die Bürger am Wochenende einen neuen Präsidenten gewählt. Ein Jahrzehnt nach dem Ende des Bürgerkriegs stimmten sie zwischen dem seit 2007 amtierenden Ernest Bai Koroma und acht Kandidaten der Opposition ab. Beobachter sahen die Wahl als Test dafür, ob der Staat an den demokratischen Grundlagen festhält. Richard Howitt, Chef der EU-Beobachtermission, sprach von Mängeln beim Wahlprozess, aber Zeichen für eine hohe Wahlbeteiligung. Die Leiterin der Wahlkommission bestätigte Probleme wie etwa liegen gebliebene Fahrzeuge, die Wahldokumente transportierten. Diese Probleme würden aber gelöst. Mit Ergebnissen wird am heutigen Montag gerechnet.

Zweiter inhaftierter Salafist stirbt nach Hungerstreik

Einer der nach der Erstürmung der US-Botschaft in Tunis festgenommenen Islamisten ist am Sonnabend an den Folgen eines Hungerstreiks gestorben. Mohammed Bakhti, einer der radikalsten Vertreter der Salafistenbewegung, hatte vor knapp zwei Monaten aus Protest gegen seine Inhaftierung mit dem Hungerstreik begonnen. Bei dem Angriff aus Wut über einen in den USA produzierten islamfeindlichen Film kamen am 14. September mindestens zwei Menschen ums Leben. Bereits am Donnerstag starb ein Islamist nach einem Hungerstreik. Auch er hatte gegen seine Inhaftierung nach dem Angriff auf die US-Botschaft protestiert.

Papst der koptischen Christen in Amt eingeführt

Das neue Oberhaupt der koptischen Christen in Ägypten, Papst Tawadros II., ist am Sonntag in einer Messe in Kairo in sein Amt eingeführt worden. Der 60-Jährige ist Nachfolger des im März verstorbenen Papst Shenouda III., er wurde Anfang November per Losentscheid zum neuen Kirchenoberhaupt bestimmt. Auf das neue Oberhaupt der Kopten kommen große Herausforderungen zu. Seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak hat die Gewalt gegen Christen in Ägypten zugenommen. Noch ist unklar, wie sich das Verhältnis der Christen zur islamisch geprägten Regierung von Mohammed Mursi gestalten wird.