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Quotierung: Steinbrück will 40 Prozent Frauen in der Wirtschaft ++ Türkei: Deutsche Politikerin ausgewiesen

Steinbrück will 40 Prozent Frauen in der Wirtschaft

Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich für eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent in den Spitzenpositionen der Wirtschaft ausgesprochen. Dies müsse für Vorstände und Aufsichtsräte gelten, sagte er der Berliner Tagezeitung „taz“. Allerdings solle man den großen Unternehmen dafür fünf Jahre Zeit lassen lassen. „Vor einigen Jahren habe ich es für möglich gehalten, dass die Wirtschaft dies freiwillig bewerkstelligt. Inzwischen stelle ich fest: Sie tut es nicht“, fügte Steinbrück hinzu. Deshalb sei er jetzt für eine gesetzliche Regelung. Zur Kritik, dass auch die SPD fest in Männerhand sei und etwa die Troika um ihn, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Parteichef Sigmar Gabriel ganz ohne Frauen auskomme, erklärte Steinbrück: „Wenn Hannelore Kraft ihr Interesse bekundet hätte, wäre das anders gewesen. So einfach ist das. Es hat sich einfach keine Frau beworben.“

Deutsche Politikerin ausgewiesen

Anderthalb Tage nach ihrer Festnahme in Istanbul ist die kurdischstämmige deutsche Politikerin Feleknas Uca am Freitag aus der Türkei ausgewiesen worden. Ucas Anwalt Ramazan Demir sagte in Istanbul, seine Mandantin sei nach Deutschland zurückgeflogen. Ob gegen die 36-Jährige ein Wiedereinreiseverbot in die Türkei erlassen wurde, war laut Demir zunächst nicht klar. Die in Celle geborene Uca, die bis 2009 für PDS und Linkspartei im Europarlament saß, war am späten Mittwochabend aus Köln nach Istanbul geflogen. Vor ihrer Weiterreise ins südostanatolische Diyarbakir wurde die Politikerin festgenommen. Sie hatte rund 250 Päckchen unverzollte Vitaminpräparate bei sich. Zudem wurde ihr die Mitgliedschaft in einer von der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) gesteuerten Organisation vorgeworfen. Sie wies die Vorwürfe der PKK-Unterstützung zurück.