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Afghanistan: Angreifer in Armeeuniform tötet britischen Soldaten ++ Frankreich: Mutter soll Islamisten radikalisiert haben ++ Irak: Zehn Menschen wegen Terror-Delikten hingerichtet ++ Russland: Spezialisten exhumieren diese Woche Jassir Arafat

Angreifer in Armeeuniform tötet britischen Soldaten

Ein Angreifer in afghanischer Armeeuniform hat mindestens einen Soldaten der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf erschossen. Zunächst war unklar, ob der Angreifer wirklich der afghanischen Armee angehört. Er wurde angeschossen und von der Isaf medizinisch versorgt. Aus afghanischen Sicherheitskreisen hieß es, der getötete Isaf-Soldat sei Brite, der Vorfall habe sich in der Südprovinz Helmand ereignet.

Mutter soll Islamisten radikalisiert haben

Der französische Islamist Mohamed Merah ist von der eigenen Familie radikalisiert worden. In einem Buch schreibt sein Bruder Abdelghani Merah, allein die Mutter sei für Mohameds radikale Ansichten verantwortlich. Das Buch „Mein Bruder, dieser Terrorist“ erscheint am Mittwoch, die Zeitung „Le Figaro“ und andere Medien veröffentlichten Auszüge vorab. Mohamed Merah tötete im März binnen acht Tagen in Toulouse und Umgebung drei jüdische Kinder, einen Rabbiner und drei Fallschirmjäger.

Zehn Menschen wegen Terror-Delikten hingerichtet

Im Irak sind zehn Menschen hingerichtet worden. Nach Angaben des Justizministeriums wurden sie wegen terroristischer Delikte verurteilt, wie die Nachrichteninternetseite Sumaria News berichtete. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat seit Beginn des Jahres – mit Stand Anfang Oktober – 119 Hinrichtungen im Irak gezählt. 2011 waren es demnach 68. Die Organisation kritisierte, dass im Irak wegen der vagen Vorgaben des Anti-Terror-Gesetzes selbst friedliche Demonstranten wegen Terrorismus verurteilt werden könnten.

Spezialisten exhumieren diese Woche Jassir Arafat

Russische Experten werden gemeinsam mit Ermittlern aus Frankreich und der Schweiz in diesem Monat den Leichnam des ehemaligen palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat exhumieren. Ein Schweizer Labor hatte im Juli an Arafats Kleidung eine erhöhte Konzentration des radioaktiven Isotops Polonium 210 gemessen. Der Fund nährte den Verdacht, Arafat könnte ermordet worden sein. Er starb im November 2004 in einem französischen Militärkrankenhaus an einem Schlaganfall. Vorher hatte er an einer nicht genannten Krankheit gelitten.