Bildung

Prominente kämpfen um Geld für Erasmus-Programm

Der deutsche Schauspieler Daniel Brühl und rund 100 andere europäische Prominente haben vor den EU-Budgetverhandlungen in Brüssel eine ausreichende Finanzierung des Studierendenprogramms Erasmus gefordert.

„In den vergangenen 25 Jahren hat das beliebte Erasmus-Programm der Europäischen Union fast drei Millionen jungen Europäern ermöglicht, im Ausland zu studieren“, hieß es in einem Schreiben. Eine ganze Generation habe so gelernt, mit Menschen aus anderen Kulturen zu leben und zu arbeiten. Zu den Unterzeichnern gehören auch Regisseur Detlev Buck, Autorin Cornelia Funke, Moderator Ranga Yogeshwar und der spanische Regisseur Pedro Almodóvar und der ehemalige französische Fußball-Nationalspieler Lilian Thuram.

Vertreter der 27 Mitgliedstaaten konnten sich allerdings nicht auf einen Nachtragshaushalt von gut neun Milliarden Euro für 2012 einigen. In ihm war auch Geld für das Studierendenprogramm Erasmus sowie Forschungs- und Sozialausgaben vorgesehen.

Über den Haushalt 2013 wurde gar nicht mehr gesprochen. Die EU-Kommission fordert knapp 138 Milliarden Euro, ein Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zu 2012. Die für den Großteil des Haushalts aufkommenden Mitgliedsstaaten wollen nur ein Plus von 2,8 Prozent auf fast 133 Milliarden Euro erlauben. Ist bis Dienstag keine Lösung gefunden, muss die Kommission einen neuen Haushalt vorlegen. Scheitern die Verhandlungen endgültig, müsste die Kommission 2013 jeden Monat mit einem Zwölftel des Haushalts 2012 auskommen.