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Tausende fordern Friedensnobelpreis für 15-jährige Malala

88.000 Menschen haben für die von Taliban überfallene pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai den Friedensnobelpreis gefordert.

Die 15-Jährige spreche für alle, die wegen ihres Geschlechts von Bildung ausgeschlossen würden, sagte Petitionsführerin Shahida Choudhary. Mit der Aktion auf der Internetseite Change.org sollen der britische Regierungschef David Cameron und andere Politiker aufgefordert werden, das Mädchen für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Der Preis „wird die deutliche Nachricht senden, dass die Welt zuschaut und jene unterstützt, die für das Bildungsrecht von Mädchen aufstehen“, sagte die Britin Choudhary. Die Petition hatte ursprünglich der kanadische Autor Tarek Fatah ins Netz gestellt.

Der Vater Malalas bedankte sich derweil für die Genesungswünsche aus aller Welt. Der Zuspruch habe ihr geholfen, „zu überleben und stark zu bleiben“, sagte Ziauddin Yousafzai. Vor einem Monat hatten Taliban-Kämpfer der jungen Aktivistin, die sich für Schulbildung für Mädchen einsetzt, in ihrer Heimat Pakistan gezielt in den Kopf geschossen. „Sie möchte, dass ich euch allen sage, wie dankbar und überwältigt sie ist, dass Männer, Frauen und Kinder auf der ganzen Welt an ihrem Schicksal Anteil nehmen“, sagte Yousafzai. „Uns berühren die herzerweichenden Genesungswünsche der Menschen aller Kasten, aller Hautfarben und jeden Glaubens.“ Malala wird seit dem 15. Oktober im Queen Elizabeth Krankenhaus in Birmingham behandelt.

Die BBC zeigte neue Aufnahmen des Mädchens: Darauf ist sie zu sehen, wie sie aufrecht sitzt, ein Buch liest und Karten anguckt. Nach Angaben der Klinik hat sie Tausende von Karten und Geschenken bekommen – darunter Taschengeld für Süßigkeiten und Schulbücher. Zahlreiche Schulklassen hätten ihr geschrieben und ihre Kampagne für mehr Bildung für Mädchen unterstützt.