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Israel: Militär räumt Tötung von Arafats Stellvertreter ein ++ Griechenland: Journalist im Streit um Kontenliste freigesprochen

Militär räumt Tötung von Arafats Stellvertreter ein

Nach fast 25-jährigem Schweigen hat Israel die Tötung des Arafat-Stellvertreters Abu Dschihad bei einem Angriff in Tunesien eingeräumt. Abu Dschihad, der eigentlich Chalil al Wasir hieß, gründete mit Jassir Arafat die Palästinensische Befreiungsorganisation. Israel warf ihm eine Serie tödlicher Anschläge vor, darunter ein Angriff auf einen Bus 1978, bei dem 38 Israelis getötet wurden. Die Kommandoaktion gegen ihn erfolgte 1988. Die Militärzensur erlaubte erst jetzt der Zeitung „Jediot Ahronot“ ihre Recherchen zu dem Fall zu veröffentlichen, darunter ein Interview mit dem Soldaten, der Wasir erschoss. An der Aktion waren auch der heutige Verteidigungsminister Ehud Barak und der stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon beteiligt. Beide wollten sich nicht zu dem Bericht äußern.

Journalist im Streit um Kontenliste freigesprochen

Der griechische Journalist Costas Vaxevanis ist nach Veröffentlichung einer Liste mit mutmaßlichen Steuersündern am Donnerstag vom Vorwurf der Datenschutzverletzung freigesprochen worden. Eine Urteilsbegründung nannte das Athener Gericht nicht. Der Verleger hatte in seinem Magazin „Hot Doc“ die Namen von mehr als 2000 Griechen veröffentlicht, die ein Konto bei der britischen Großbank HSBC in der Schweiz gehabt haben sollen. Sein Fall sorgte für großes Aufsehen und wurde als Nagelprobe für die Pressefreiheit in Griechenland gewertet. Im Falle einer Verurteilung hätten Vaxevanis die Höchststrafe von zwei Jahren Haft und eine Geldstrafe gedroht.